Letztes Update am Mo, 05.08.2019 18:30

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Präsident Trump fordert Todesstrafe für Massenmord



US-Präsident Donald Trump hat die Schusswaffenangriffe im texanischen El Paso und in Dayton im US-Staat Ohio „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnet. Er wolle eine Gesetzesinitiative auf den Weg bringen, die die Todesstrafe bei Hassverbrechen in Form von Massenmord vorsieht, so Trump am Montag in einer Rede. Die Zahl der Opfer beider Verbrechen stieg indes insgesamt auf 30.

Er habe das Justizministerium angeordnet, eine entsprechende Gesetzgebung auszuarbeiten, so Trump. Die „barbarischen Morde“ seien „ein Angriff auf eine Nation und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, sagte Trump. Die Verantwortlichen solcher Taten müssten „schnell“ hingerichtet werden.

Die USA müssten Rassismus, Fanatismus und die Ideologie weißer Vorherrschaft „verurteilen“, forderte Trump zudem. „Diese finsteren Ideologien müssen besiegt werden. Hass hat keinen Platz in Amerika“, sagte Trump. Die „Glorifizierung von Gewalt“ müsse ein Ende haben.

Innerhalb weniger Stunden hatten am Wochenende zwei Schusswaffenangriffe die USA erschüttert. In einem Einkaufszentrum in El Paso an der Grenze zu Mexiko erschoss ein 21-jähriger Weißer am Samstag 21 Menschen. Zuvor war von 20 Toten die Rede gewesen. Die Polizei in El Paso teilte auf Twitter mit, am Montag sei eine weitere Person, die bei der Attacke verletzt worden war, im Krankenhaus gestorben. Details nannte die Polizei nicht. Der Angreifer wurde festgenommen. Bei ihm wird ein rassistisches Motiv vermutet. 13 Stunden später tötete ein 24-Jähriger in Dayton im US-Staat Ohio neun Menschen. Er wurde von Einsatzkräften erschossen.




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