Letztes Update am Di, 06.08.2019 13:36

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


13-Jähriger nach Unfall mit vier Toten in Kärnten stabil



Nach einem schweren Verkehrsunfall mit vier Toten auf der Friesacher Straße (B317) im Bezirk St. Veit am Montag ist ein 13-jähriges Unfallopfer am Dienstag noch im Klinikum Klagenfurt behandelt worden. Wie eine Kabeg-Sprecherin auf APA-Anfrage mitteilte, befand sich der 13-jährige Bub in stabilem Zustand auf der Normalstation, Lebensgefahr bestand keine.

Zu dem Unfall war es am frühen Montagnachmittag gekommen. Laut Polizei geriet ein 48-jähriger Autolenker aus St. Veit auf der vierspurigen Straße aus vorerst unbekannter Ursache in den Gegenverkehrsbereich, wo er den entgegenkommenden Pkw eines 50-jährigen Oberösterreichers streifte. Das Auto des 48-Jährigen geriet ins Schleudern und prallte frontal mit einem entgegenkommenden Cabriolet eines 44-jährigen Mannes aus Friesach zusammen. Dabei wurden der 48-Jährige getötet, auch der 44-Jährige, seine 36-jährige Lebensgefährtin und seine neunjährige Tochter starben bei dem Unfall. Der 13-jährige Sohn des 44-Jährigen wurde schwer verletzt ins Klinikum Klagenfurt eingeliefert. Der 50-jährige Oberösterreicher blieb unverletzt.

Immer wieder war es in der Vergangenheit auf der vierspurigen B317 und auf der weiter südlich verlaufenden S37, die Klagenfurt mit St. Veit verbindet, zu Frontalzusammenstößen mit schweren Folgen gekommen. Die Straße hat nämlich keine Mitteltrennung. Direkt nach dem Unfall mit vier Toten wurde der Ruf nach einem Sicherheitsausbau wieder laut, der Bürgermeister von Althofen, Alexander Benedikt (Liste für Alle), forderte einen solchen am Dienstag im Interview mit dem ORF. Der für Straßenbau zuständige Landesrat Martin Gruber (ÖVP), ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Kappel am Krappfeld, die direkt an der B317 liegt, bekräftigte auch, dass etwa geschehen müsse: Der Sicherheitsausbau der Straße von Klagenfurt bis hin zur steirischen Landesgrenze sei im Koalitionsprogramm festgeschrieben.




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