Letztes Update am Di, 06.08.2019 13:44

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens vier Tote bei Kämpfen in der Ostukraine



Im Osten der Ukraine sind trotz einer neuen Waffenruhe bei Kämpfen zwischen Regierungseinheiten und prorussischen Separatisten mindestens vier ukrainische Soldaten getötet worden. Ein weiterer Soldat sei durch einen Sprengsatz verletzt worden, teilte die Armee am Dienstag mit. Die Verstöße gegen die seit dem 21. Juli geltende unbefristete Waffenruhe seien im Donezker Gebiet erfolgt.

Die Rebellen warfen der Regierungsseite vor, das Feuer eröffnet zu haben. Sie machten keine Angaben zu eigenen Verlusten.

Es war die erste derartige Vereinbarung seit dem Amtsantritt von Präsident Wolodymyr Selenskyj im Mai. Er hatte erst am Montag den vor drei Monaten eingesetzten Oberkommandierenden für das Kriegsgebiet ausgewechselt. Teile der Gebiete Luhansk und Donezk werden seit 2014 von Aufständischen beherrscht, die von Russland unterstützt werden.

Nach UN-Schätzungen wurden seitdem rund 13.000 Menschen getötet. Seit Jahresbeginn verzeichneten allein die Regierungseinheiten etwa 60 Tote und über 270 Verwundete. Ein 2015 unter anderem von Deutschland und Frankreich vermittelter Friedensplan wurde nur in Ansätzen realisiert.




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