Letztes Update am Di, 06.08.2019 14:55

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Anklage nach Vergewaltigung beim Linzer Bahnhof



Die Staatsanwaltschaft Linz hat einen 30-Jährigen, der im Jänner beim Linzer Bahnhof eine 18-Jährige im Auto vergewaltigt haben soll, angeklagt. Zudem wurde ein Antrag auf Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher gestellt, da der Verdächtige laut psychiatrischem Gutachten als gefährlich einzustufen sei, bestätigte die Anklagebehörde einen Bericht im „OÖ Volksblatt“ am Dienstag.

Der Linzer soll am 10. Jänner in der Früh am Bahnhof ein Mädchen angesprochen und der 18-Jährigen weisgemacht haben, er sei Polizist. Sie müsse zur Drogenkontrolle mitkommen. In einem Pkw soll er sie dann missbraucht haben. Weil die junge Frau den Täter sehr genau beschreiben konnte, kamen die Ermittler schnell auf den Verdächtigen. Er war ihnen nicht unbekannt: Im Vorjahr war er vom Landesgericht Linz vom Vorwurf der Vergewaltigung im Zweifel freigesprochen worden.

Rasch stellte sich heraus, dass der 30-Jährige kurz nach der Tat auch noch eine 14-Jährige unter dem gleichen Vorwand angesprochen hat. Dieses Mädchen glaubte ihm aber nicht und wandte sich an die echte Polizei. Zudem wurde bekannt, dass sich der Mann in der Silvesternacht gegenüber einer weiteren 18-Jährigen ebenfalls als Polizist ausgegeben haben soll, auch hier sei es zu einem sexuellen Übergriff gekommen. Daher wurde der Mann, der in U-Haft sitzt, wegen sexueller Nötigung, sexueller Belästigung sowie Amtsanmaßung angeklagt. Wegen einer psychischen Erkrankung stellte die Staatsanwaltschaft den Antrag auf Einweisung in eine Anstalt. Einen Prozesstermin gibt es noch nicht.




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