Letztes Update am Mi, 07.08.2019 07:46

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Krise in Hongkong wird immer schlimmer



Hongkong steckt nach Ansicht Chinas wegen der anhaltenden Massenproteste in der angespanntesten Lage seit der Rückgabe der ehemaligen britischen Kronkolonie an die Volksrepublik 1997. „Hongkongs Krise ... hält seit 60 Tagen an und sie wird schlimmer und schlimmer“, sagte der ranghohe chinesische Regierungsvertreter Zhang Xiaoming am Mittwoch.

Die Gewalt nehme zu und die Auswirkungen auf die Gesellschaft breiteten sich aus. „Man kann sagen, dass Hongkong jetzt mit der schwierigsten Lage seit seiner Übergabe konfrontiert ist.“ Zhang ist in der Regierung für die Koordination der Angelegenheiten rund um die Sonderverwaltungszone zuständig. Er äußerte sich während einer Veranstaltung in der südchinesischen Stadt Shenzhen.

In Hongkong sind noch im Laufe des Tages weitere Proteste geplant. Am Montag erreichten sie mit einem Generalstreik einen Höhepunkt. Dabei kam es auch zu Zusammenstößen mit der Polizei, die mit Tränengas gegen Demonstranten vorging. Die Proteste hatten sich vor rund zwei Monaten an Plänen der Regierung für ein Gesetz zur Auslieferung von Beschuldigten nach China entzündet. Die Kundgebungen richten sich auch gegen Regierungschefin Carrie Lam, der Kritiker eine zu große Nähe zur Regierung in Peking vorwerfen. Zudem fürchten die Demonstranten um Freiheitsrechte, die Hongkong nach der Übergabe an China eingeräumt wurden.




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