Letztes Update am Mi, 07.08.2019 19:41

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Michael Gogl Etappenzehnter in Polen



Der Slowene Luka Mezgec hat am Mittwoch auf der fünften Etappe der Polen-Rundfahrt seinen zweiten Tagessieg geholt. Der Oberösterreicher Michael Gogl landete nach 154 km im Sprint in Bielsko-Biala auf Rang zehn. Im Mittelpunkt stand aber das Team Lotto-Soudal, das sich zwei Tage nach dem tödlichen Unfall des Belgiers Bjorg Lambrecht geschlossen zu einer Fortsetzung des Rennens entschieden hatte.

Die Dienstag-Etappe war im Gedenken an Lambrecht neutralisiert worden. Die 22-jährige Zukunftshoffnung war am Montag bei einem schweren Sturz auf dem dritten Teilstück von Chorzow nach Zabrze gegen eine Betonkonstruktion geprallt. Zunächst wurde Lambrecht vor Ort reanimiert und dann in ein Krankenhaus geflogen. Dort erlag er während einer Operation seinen schweren Verletzungen.

Sein Team setzte die World-Tour-Rundfahrt dennoch fort. Man wolle „für Bjorg fahren“, erklärte Lotto-Soudal auf Twitter. Lambrechts Landsmann Jelle Wallays war auch in einer Spitzengruppe vertreten, es kam aber zu einer Sprintankunft. Gesamtführender blieb der Deutsche Pascal Ackermann, der wie Mezgec bereits zwei Etappen gewonnen hat. Bester Österreicher ist Gogl auf Rang 35.

Teamarzt Maarten Meirhaeghe gab indes die genaue Todesursache nach dem tragischen Unfall von Lambrecht vom Montag bekannt. „Bjorg ist wegen einer starken Leberverletzung, die massive interne Blutungen verursacht hat, verstorben. In der Folge erlitt Bjorg einen Herzstillstand“, hieß es in einer offiziellen Mitteilung seines Teams Lotto-Soudal.

Der Verstorbene habe durch die Art des Sturzes das größtmögliche Pech gehabt. „Mit solchen internen Blutungen braucht man ein Wunder“, erklärte Meirhaeghe. Der Ort und die Zeit des Geschehens habe das Ableben nicht beeinflusst. „Selbst wenn so ein Trauma in einem Spital passiert wäre, wären die Chancen schlecht gestanden.“




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