Letztes Update am Do, 08.08.2019 12:34

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


TV-Marathon für die Nationalratswahl



Die Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl bekommen ausreichend Gelegenheit sich zu präsentieren. Ende August startet ein intensiver TV-Wahlkampf: Alleine über 40 Diskussionsformate, von Elefantenrunden über Duelle bis zu Einzelinterviews sind von ORF, Puls 4, ATV und Servus TV geplant, oe24.tv kündigt zusätzlich mehr als 30 TV-Duelle an. Für Abwechslung sollen mehrere neue Formate sorgen.

In insgesamt fünf Elefantenrunden werden die Spitzenkandidaten von ÖVP, FPÖ, SPÖ, NEOS, Grünen und Liste Jetzt aufeinandertreffen. Den Anfang macht eine Ö1-“Klartext“-Diskussion am 3. September, die von ORF 3 übertragen wird. Zwei Tage später folgt eine Spitzenkandidaten-Diskussion, die gemeinsam von den Tageszeitungen „Kleine Zeitung“, „Oberösterreichische Nachrichten“, „Salzburger Nachrichten“, „Tiroler Tageszeitung“, „Vorarlberger Nachrichten“ und „Die Presse“ organisiert wurde. Die Veranstaltung im Landestheater Salzburg wird live auf den Online-Plattformen der beteiligten Zeitungen übertragen.

Eine Woche vor dem Wahltag am 29. September diskutieren die Spitzenkandidaten bei den Privatsendern ATV, Puls 4 und Servus TV (22. September). Wiederum zwei Tage später (24. September) findet die Elefantenrunde auf oe24.tv statt. Drei Tage vor der Wahl steigt dann die klassische ORF 2-Elefantenrunde (26. September). Sie beschließt den TV-Wahlkampf.

Sowohl ORF als auch Puls 4 setzen außerdem auf Duelle. Während die Spitzenkandidaten im ORF an drei Abenden in 15 knappen Jeder-gegen-Jeden-Konfrontationen von je 20 Minuten aufeinandertreffen, dauern die auf vier Abende aufgeteilten Duelle auf Puls 4 jeweils 45 Minuten. Peter Pilz von der Liste Jetzt ist bei den Puls 4-Duellen voraussichtlich nicht dabei, was das Unternehmen mit der langen Unsicherheit seines Antritts begründet, bei den anderen Formaten aber schon. Für die ORF-Duelle wurde den Spitzenkandidaten die Möglichkeit eingeräumt, sich einmal vertreten zu lassen, was sowohl SPÖ, ÖVP als auch FPÖ nutzen. Bereits am 1. September diskutieren Vertreter von KPÖ und Der Wandel, die es ebenfalls auf den Stimmzettel geschafft haben, auf ORF 2.

Auch einzeln haben die Spitzenkandidaten jede Menge Gelegenheit, sich zu präsentieren, etwa auf ATV, wo sie zwischen 24. August und 21. September für 15-minütige Einzel-Interviews bei „ATV Aktuell“ zu Gast sind. Mehr Zeit gibt es für die Listenersten in ORF 2, wo zwischen 8. und 22. September drei Doppel-“Pressestunden“ angesetzt sind. Dazu kommen die „Talk im Hangar 7“-Spezialsendungen von Servus TV (zwischen 22. August und 19. September) sowie die Puls 4-“Wahlarena“ (25. August bis 8. September).

Im September vergeht demnach kaum ein Abend, an dem keine Wahlsendung zu sehen ist. Um etwas Abwechslung in den TV-Wahlkampf zu bringen, haben sich die Sender neue Formate einfallen lassen. So setzen sowohl ORF 1 als auch auf Puls 4 auf eine Sendung, die an das Konzept der Online-Plattform „Wahlkabine“ angelehnt ist. Im ORF heißt das Format, das vier Sendungen umfassen soll, „Mein Wahlometer“, Partner ist wahlkabine.at. In der Puls 4-Sendung „Wahlbarometer“ sollen Wähler über ihre wichtigsten Themen live abstimmen und so herausfinden können, welche Partei ihren Interessen am besten entspricht. Partner sind hier Neuwal und PolEdu.

Ein neues Format testet auch ATV: In der Sendung „Das Polit-Blind-Date“ (17. September) dürfen die Parteien einen Politiker ihrer Wahl in die Diskussion schicken - vom Bezirksrat über einen Ex-Minister bis zum Parteichef. Bis zum Start der Live-Sendung darf allerdings nicht verraten werden, für wen sie sich entschieden haben. Erst dann erfahren die Diskutanten, die Moderatoren und das Publikum, wer teilnimmt.




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