Letztes Update am Fr, 09.08.2019 10:54

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kirgistans Ex-Präsident wegen Korruptionsvorwürfen in U-Haft



Nach seiner spektakulären Festnahme kommt der Ex-Präsident Kirgistans, Almasbek Atambajew, in Untersuchungshaft. Er werde vorerst bis zum 26. August in einem Gefängnis in der Hauptstadt der Ex-Sowjetrepublik bleiben, entschied ein Gericht am Freitag. Laut der kirgisischen Nachrichtenagentur Akipress wird gegen den Politiker wegen Korruption und Komplizenschaft in einem Verbrechen ermittelt.

Atamabjew war am Donnerstag in seinem Haus im Dorf Koj-Tasch nahe Bischkek festgenommen worden, nachdem sich seine Anhänger heftige Auseinandersetzungen mit den Behörden geliefert hatten. Mehr als 2.000 Beamte rückten in dem Dorf an.

Der Sozialdemokrat Atambajew hatte das verarmte, zentralasiatische Land von 2011 bis 2017 geleitet und enge Kontakte zu Moskau gepflegt. Vor gut zwei Jahren löste ihn Sooronbaj Scheenbekow verfassungsgemäß ab. Es war der erste friedliche Machtwechsel nach mehreren Umstürzen.




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