Letztes Update am Fr, 09.08.2019 11:35

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mehrere Tote in Österreichs Bergen



In Österreichs Bergen hat es am Donnerstag mehrere Todesfälle gegeben. Allein in Tirol starben zwei deutsche Wanderer und ein österreichischer Autolenker. In Salzburg wurde ein weiterer Wanderer aus Deutschland tot gefunden, der seit Tagen vermisst worden war. Glück hatte eine deutsche Familie in Vorarlberg, die per Hubschrauber von einem Klettersteig gerettet werden konnte.

Ein 68-jähriger Deutscher stürzte am Donnerstagnachmittag bei einer Bergtour am Mittenwalder Höhenweg in Scharnitz (Bezirk Innsbruck-Land) rund 150 Meter ab. Er überschlug sich mehrmals und stürzte durch steiles, mit Felsstufen durchsetztes Gelände. Als der Polizeihubschrauber eintraf, war bereits jede Hilfe zu spät. Der Mann war mit zwei Begleitern auf einem mit Stahlseilen und Eisenleitern versicherten Weg unterwegs, als er plötzlich seitlich abstürzte. Die Unglücksursache ist unklar.

Eine 27-jährige Deutsche verunglückte bei einer Bergtour auf der Innsbrucker Nordkette. Die Frau stürzte auf einem markierten Steig südlich des Gipfels der „Frau Hitt“ aus bisher unbekannter Ursache rund 50 Meter über teilweise senkrecht abfallendes, felsiges Gelände ab, berichtete die Polizei am Freitag. Ihre gleichaltrige Begleiterin setzte einen Notruf ab. Für die 27-Jährige kam aber jede Hilfe zu spät. Der Leichnam der Frau wurde von der Besatzung eines Polizeihubschraubers geborgen.

Nahe der Riedlhütte im Tiroler Kaisergebirge starb ebenfalls am Donnerstag ein 80-jähriger Mann, weil er mit seinem Pkw von der Forststraße abkam. Das Auto stürzte, sich mehrmals überschlagend, über einen steilen Abhang ca. 30 Meter weit ab. In einem Graben kam das Fahrzeug total beschädigt zum Stillstand. Der Lenker wurde unter dem Pkw eingeklemmt und erlitt tödliche Verletzungen.

Ein seit 4. August vermisster Wanderer aus Deutschland ist am Donnerstag in Bad Gastein in Salzburg tot aufgefunden worden. Der 57-Jährige war in Sportgastein zu einer Bergtour aufgebrochen. Laut Polizei dürfte er bei einem Gratabbruch über felsiges Gelände gestürzt sein. Seine Leiche wurde während eines Suchflugs bei den Filzenkämmfelsen entdeckt und mit Hilfe der Alpinpolizei geborgen. Vermutet wird, dass der Tourist von dem markierten Steig abgekommen, in felsiges Gelände geraten und dann ausgerutscht ist.

Ein seit Mittwoch abgängiger Wanderer aus Niederösterreich ist unterdessen am Donnerstag tot im Mariazellerland aufgefunden worden. Der 61-Jährige war im Bereich der Kräuterin in der östlichen Obersteiermark unterwegs gewesen und hatte offenbar ein Herz-Kreislaufversagen erlitten. Als er nicht zurückkehrte, machten sich Einsatzkräfte auf die Suche. Der Mann wurde laut Polizei am Donnerstag am Hochstadl gefunden.

Glück hatte eine dreiköpfige Familie aus Deutschland, darunter ein siebenjähriger Bub, die am Donnerstag von einem Polizeihubschrauber aus dem Klettersteig Hochjoch in Schruns (Montafon) gerettet wurde. Die 34-jährige Mutter aus Rheinland-Pfalz war ausgerutscht, verletzte sich an Oberarm und Knie und konnte in der Folge nicht mehr absteigen. Die Familie rief daraufhin selbst die Einsatzkräfte zu Hilfe, informierte die Polizei.




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