Letztes Update am Fr, 09.08.2019 13:42

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


China rief wegen Taifun „Lekima“ höchste Warnstufe aus



Der als Supertaifun eingestufte Sturm „Lekima“ bedroht Chinas Ostküste. Die Behörden rechneten damit, dass er Samstagfrüh auf Land treffen wird, und riefen die höchste Warnstufe aus. Bahnverbindungen u.a. in Shanghai und in der Provinz Zhejiang wurden vorsorglich gestrichen, wie die chinesische Wetterbehörde CMA mitteilte. „Lekima“ ist bereits der neunte Taifun in der Region in diesem Jahr.

Das Sturmzentrum befand sich am Freitag etwa 290 Kilometer südöstlich der Stadt Wenling in der südchinesischen Küstenprovinz Zhejiang, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. „Lekima“ erreichte Geschwindigkeiten von 209 Kilometern pro Stunde.

Die Meteorologen gingen davon aus, dass der Taifun im Laufe des Samstags in Richtung Nordwesten an der chinesischen Küste entlangzieht. Betroffen sein könnten laut CMA vor allem die Provinzen Zhejiang, Fujian, Jiangsu, Shandong und die Großstadt Shanghai. Die Behörden gaben die gelbe Warnstufe für Starkregen und Überflutungen für die Provinzen entlang der Route aus.

Einige Fluglinien setzten ihre Flüge aus, wie die CMA mitteilte. Schiffe, die noch vor der ostchinesischen Küste unterwegs waren, liefen demnach in sichere Häfen ein oder begaben sich in sichere Zonen auf dem Meer.

Am Freitag zog „Lekima“ über den Norden Taiwans hinweg. Neun Menschen wurden verletzt. 73.000 Haushalte waren vorübergehend ohne Strom. Bäume wurden entwurzelt. Wegen heftiger Regenfälle fielen nach Angaben der taiwanesischen Behörden 518 Flüge aus. In einigen Regionen kam der Bahnverkehr zum Erliegen, sollte aber am Freitagabend wieder aufgenommen werden.

Im September vergangenen Jahres war der verheerende Taifun Mangkhut über Ostasien hinweggefegt. Die chinesischen Behörden hatten damals fast 2,4 Millionen Menschen in Sicherheit bringen lassen, nachdem der Sturm schwere Schäden in den Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau hinterlassen hatte. Im Norden der Philippinen wurden damals mindestens 59 Menschen getötet.




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