Letztes Update am Fr, 09.08.2019 19:39

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Marquez-Kampfansage mit Spielberg-Bestzeit am Freitag



Weltmeister Marc Marquez hat am Freitag Tagesbestzeit für das MotoGP-Rennen beim Grand Prix von Österreich erzielt. War im ersten Training noch Ducati-Fahrer Andrea Dovizioso Schnellster gewesen, machte Marquez im FP2 mit einer Zeit von 1:23,916 Min. klar, dass 2019 der Weg zum Sieg nur über ihn führt. Der spanische WM-Leader kann einen weißen Fleck tilgen, er hat in Spielberg noch nie gewonnen.

Als „Schande“ hatte Marquez (26) deshalb im Vorfeld sein bisheriges Abschneiden auf dem Red Bull Ring in der Steiermark bezeichnet. Vor drei Jahren ist er in Österreich nach einem Trainingssturz nur Fünfter geworden, die jüngsten beiden Auflagen hatte der Serien-Weltmeister als Zweiter beendet. Alle drei Rennen seit dem Österreich-Comeback der MotoGP 2016 hatten mit Ducati-Siegen geendet.

Dem schon 63 Punkte hinter Marquez zurückliegenden WM-Zweiten Dovizioso ist aber bewusst, dass der siebenfache Weltmeister und sechsfache Saisonsieger Marquez in der Form seines Lebens agiert und dass es schwer wird, am Sonntag (14.00 Uhr, live ServusTV) die Ducati-Siegesserie auf dem Red Bull Ring fortzusetzen. „Wir wissen, dass es hart wird, Marc in dieser Form zu stoppen“, sagte Dovizioso.

Marquez machte klar, dass er endlich den letzten weißen Fleck seiner MotoGP-Karriere entfernen will und hofft zunächst auf einen Startplatz ganz vorne. „Von dort kann man das Rennen am besten kontrollieren. Glücklicherweise haben wir unsere Starts deutlich verbessert“, sagte der Honda-Pilot.

Marquez blieb bei Sonnenschein und 29 Grad Lufttemperatur mit seiner besten Freitag-Zeit 0,066 Sekunden vor Maverick Vinales (Yamaha). Bester KTM-Pilot war mit Gesamtplatz sieben überraschend Miguel Oliveira vom Satellitenteam Tech 3. Werksfahrer Pol Espargaro war Zehnter und wäre damit derzeit der letzte Fahrer im Q2. Hafizh Syahrin (Tech 3) stürzte im FP1 und musste ins Medical Center, der Malaysier war am Nachmittag aber wieder dabei.

Nach dem FP3 am Samstag wird in der MotoGP die Qualifikation für die Startaufstellung im Rennen in zwei Gruppen bestritten. Die Top Ten der drei freien Trainings kommen direkt ins Q2, jene ab Platz elf tragen davor das Q1 (ebenfalls 15 Minuten) für die Startplätze ab Position 13 aus. Denn die schnellsten zwei Piloten von Q1 kommen ebenfalls ins Q2, in dem die Pole-Position ausgekämpft wird.

Im Training der kleinsten Klasse Moto3 kam der Österreicher Maximilian Kofler (KTM) am Nachmittag auf eine Zeit von 1:37,995 Min. Damit war der 18-jährige Oberösterreicher insgesamt 26. unter 31 Fahrern.




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