Letztes Update am Sa, 10.08.2019 12:35

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mann stellt sich nach tödlichem Bootsunglück in Griechenland



Nach einem tödlichen Bootsunglück in Griechenland hat sich am Samstag ein französischer Mann den Behörden gestellt. Offiziellen Angaben zufolge gab der Mann an, an Steuer eines Schnellbootes gewesen zu sein, das am Freitag auf dem Meer unweit des Sommerferienorts Porto Heli auf der Mittelmeerinsel Peloponnes ein kleineres Holzboot gerammt hatte.

Bei dem Zusammenstoß waren zwei Männer ums Leben gekommen und eine Frau schwer verletzt worden. Die Polizei hatte zunächst eine Gruppe französischer Touristen in Gewahrsam genommen, die ebenfalls an Bord des zehn Meter langen Schnellbootes gewesen waren. Die zwei Männer, drei Frauen und fünf Kinder aus Frankreich wurden zu Befragungen nach Porto Heli gebracht.

Offiziellen Angaben zufolge ist es allerdings wahrscheinlich, dass die Gruppe bald wieder freigelassen wird. Sie wurden festgenommen, nachdem sie dabei geholfen hatten, die verletzte Frau und eine der Leichen an die Küste zu bringen, wie ein Mitglied der Küstenwache sagte.

Der Zusammenstoß tötete zwei griechische Senioren auf dem Holzboot, Berichten zufolge ein Fischerboot, und verletzte eine 60-jährige Griechin schwer. Sie wurde zur Behandlung nach Athen gebracht.

Schnellboot-Unfälle mit Schwimmern oder anderen Booten kommen in den Sommermonaten häufig in griechischen Gewässern vor. 2016 starben vier Menschen, als ein Schnellboot nahe der Insel Ägina in ihr hölzernes Touristenboot krachte.




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