Letztes Update am Sa, 10.08.2019 17:46

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ermacora/Pristauz bei Moskau-EM schon im Semifinale



Nach aus österreichischer Sicht miserablem EM-Start mit sechs Niederlagen en suite haben sich Martin Ermacora/Moritz Pristauz in Moskau ins Semifinale gespielt. Das ÖVV-Duo besiegte am Samstag im Viertelfinale die Tschechen Ondrej Perusic/David Schweiner 2:0 (21,18) und hat damit zwei Chancen auf eine Medaille. Semifinalgegner sind am Sonntag (12.00 Uhr MESZ) Konstantin Semenow/Ilja Leschukow.

Damit geht es für den Tiroler Ermacora und den Steirer Pristauz erneut gegen russische Lokalmatadore, und zwar gegen die Nummer drei des Events. Ihren bisher größten Karriere-Erfolg hatte das auf Position 23 gesetzte Gespann am Freitag im Viertelfinale mit einem 2:0-(13,19)-Erfolg gegen die zweitgereihten russischen Weltmeister Wjatscheslaw Krasilnikow/Oleg Stojanowski gefeiert.

„Nach diesem Erfolg war das Spiel gegen die Tschechen das schwierigste Spiel“, sagte Ermacora im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Nun sei der Erfolg aber bestätigt, jetzt müsse eine Medaille das Ziel sein. „Das ist aber schon jetzt unser größter Erfolg, höher einzuschätzen als vergangenes Jahr Rang neun in Wien.“ Gegen Semenow/Leschukow erinnerte sich Ermacora an einen 2:1-Erfolg im Vorjahr sowie einer heuer bezogenen 0:2-Niederlage.

Die Russen seien daheim besonders stark. Nun lag es erneut an den Österreichern, ein russisches Team zu stoppen. Gegen Perusic/Schweiner (10) wehrten die „Underdogs“ im ersten Durchgang zwei Satzbälle ab. „Das war spielentscheidend. Wir haben uns über Block und Defense zurückgekämpft, im zweiten Satz ist dann wieder der Express ins Rollen gekommen.“ Zwei Punkte vor dem Matchgewinn sind Ermacora/Pristauz dann allerdings noch etwas ins Straucheln gekommen.

Der Vorsprung war aber ausreichend groß gewesen. Ermacora: „Es ist nicht so leicht in dieser Situation, in der wir noch nicht so oft waren.“ Letztlich gelang aber die Revanche für die Auftakt-Niederlage gegen Perusic/Schweiner am Dienstag, als sich die Tschechen 2:1 durchgesetzt hatten. Mit Piotr Kantor/Bartosz Losiak (7) schaffte es noch ein drittes Team aus Gruppe G ins Viertelfinale. Die Polen stehen ebenso im Semifinale, treffen da auf die Wien-Sieger Anders Mol/Christian Sörum (1-TV).

Ursprünglich hätten sich Ermacora/Pristauz „nur“ den Aufstieg aus der Gruppe zum Ziel gesetzt, was mit zwei Siegen als Gruppenzweiter auch relativ souverän gelungen ist. Nun haben sie bereits drei weitere Erfolge auf ihrem Konto bzw. fünf en suite. Mit dem sechsten Sieg in Folge stünden sie am Sonntag (18.00 Uhr MESZ) im EM-Finale, das Spiel um Bronze ist für 16.45 Uhr angesetzt.




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