Letztes Update am Sa, 10.08.2019 20:59

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ein Verletzter nach Schüssen in Moschee in Norwegen



Bei einer Schießerei in einer Moschee in Norwegen ist eine Person verletzt worden. Der Vorfall habe sich in der Nähe der Hauptstadt Oslo ereignet, teilte die Polizei am Samstag mit. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden. Der mutmaßliche Täter wurde von der Polizei als weißer, junger Mann beschrieben. Er habe vermutlich allein agiert.

Bei dem Verletzten handle es sich um ein 75-jähriges Mitglied der Gemeinde, sagte der Leiter der Al-Nour-Moschee, Irfan Mushtaq, dem Sender TV2. Der Angreifer habe ein Gewehr und mehrere Pistolen mit sich geführt. Er habe eine Glastür eingeschlagen, bevor er um sich geschossen habe. Besucher der Moschee hätten den Mann überwältigt und ihn bis zur Ankunft der Sicherheitskräfte festgehalten.

Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Baerum, einem Vorort der norwegischen Hauptstadt. Die Polizei habe den Mann, der eine Schutzweste getragen habe, schließlich festgenommen. Der Tatverdächtige sei ein gebürtiger Norweger, hieß es.

Mushtaq sagte der Lokalzeitung „Budstikka“, das Gemeindemitglied sei von einem „weißen Mann mit Helm und Uniform“ angeschossen worden. Der Sender NRK berichtete, die Polizei habe mehrere Waffen im Inneren der Moschee gefunden. Nach örtlichen Medienberichten wurde das Gebiet um die Moschee weiträumig abgeriegelt.

Bei einem Anschlag auf zwei Moscheen in neuseeländischen Christchurch im März wurden 51 Menschen erschossen. Der mutmaßliche Attentäter hatte offenbar rechtsextreme, fremdenfeindliche Motive.




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