Letztes Update am Do, 15.08.2019 14:26

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Migrantenankünfte in Italien um 80 Prozent zurückgegangen



Die Zahl der Migrantenankünfte ist in Italien seit Anfang 2019 um 79,6 Prozent rückgängig. Ihre Zahl fiel von 42.700 auf 8.691, berichtete das italienische Innenministerium bei der Veröffentlichung seiner Jahresbilanz am Donnerstag. Die Zahl der geborgenen ertrunkenen Menschen sank gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 von 83 auf vier.

Die Zahl der freiwilligen Heimführungen fiel von 1.201 auf 555, was einem Rückgang von 53,8 Prozent entspricht. 36,8 Prozent der Migranten, die 2019 in Italien gelandet sind, starteten von Tunesien und 22,3 Prozent aus Libyen. Mehr als die Hälfte der Migranten stammte aus Tunesien, Pakistan und dem Irak. Die Zahl der eingereichten Asylanträge halbierte sich um 56 Prozent von 82.382 auf 36.250. 97.410 Asylanträge wurden 2019 geprüft, davon wurden 70 Prozent abgelehnt, berichtete das Innenministerium.

Wegen der niedrigeren Zahl von Ankünften sanken die Ausgaben für die Versorgung der Menschen. Wurden von 1. August 2017 bis Ende Juli 2018 noch 2,2 Milliarden Euro aufgewendet, waren es im vergangenen Jahr nur noch 501 Mio. Euro. Derzeit versorgt Italien 105.142 Migranten, ein Drittel weniger als im Vorjahr.




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