Letztes Update am Do, 15.08.2019 14:53

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Waldbrände wüteten in Südfrankreich



In Südfrankreich haben am Donnerstag etwa tausend Feuerwehrleute gegen Waldbrände gekämpft. In der Gemeinde Montirat nahe Carcassonne zerstörte ein Waldbrand bereits 900 Hektar Kiefernwald und Buschwerk, wie die Feuerwehr der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. 510 Feuerwehrleute sowie mehrere Löschflugzeuge waren dort im Einsatz.

Im Nachbar-Departement Herault brachte die Feuerwehr mit 450 Einsatzkräften einen Waldbrand unter Kontrolle.

Die Ausbreitung des Feuers südöstlich von Carcassonne im Departement Aude habe sich „verlangsamt“, aber der Brand sei noch nicht unter Kontrolle, sagte Feuerwehrsprecher Eric Felten. Die Lage sei „sehr unbeständig, es ist ein Wettlauf gegen die Zeit“. Es seien höhere Temperaturen sowie stärkerer Wind mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 60 Stundenkilometern vorhergesagt.

Das Feuer war am Mittwochnachmittag aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen. Böen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 Kilometern pro Stunde fachten den Waldbrand über Nacht weiter an. Wegen der starken Trockenheit war der betroffene Wald bereits als stark brandgefährdet eingestuft.

Es gebe keine Verletzten, betonte Feuerwehr-Einsatzleiter Philippe Fabre. Auch Wohnhäuser waren demnach nicht von dem Brand bedroht. 510 Feuerwehrleute waren nach Angaben Fabres im Einsatz, um ein Ausbreiten des Brandes auf die nahegelegenen Dörfer Monze und Pradelles-en-Val zu verhindern. Auch fünf Löschflugzeuge kamen zum Einsatz.

Das Feuer sei schwierig unter Kontrolle zu bringen, weil es zum Teil unzugänglichem Gebiet wüte, sagte ein Behördenmitarbeiter. Auch die vorangegangenen zwei Hitzewellen trügen zur Ausbreitung der Flammen bei, sagte Felten.

Im Nachbar-Departement Herault brachte die Feuerwehr am Donnerstag einen am Vortag ausgebrochenen Waldbrand unter Kontrolle. Vor den 450 Einsatzkräften liege aber noch eine „sehr große Arbeit“, um die Brandherde endgültig zu löschen, sagte Jerome Bonnafoux von der örtlichen Feuerwehr. Außerdem seien die Einsatzkräfte weiter in Alarmbereitschaft, weil starker Wind vorhergesagt sei. Das Feuer in Herault hatte sich durch 250 Hektar Kiefernwald gefressen.




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