Letztes Update am Fr, 16.08.2019 14:54

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Stimmen gehört“ - Niederländer gestand drei Morde



Vier Monate nach der Ermordung von drei Spaziergängern in den Niederlanden hat ein 27-jähriger Angeklagter die Taten gestanden. „Ich gestehe, dass ich diese Morde begangen habe“, sagte er am Freitag vor einem Gericht in Maastricht. Der Beschuldigte habe zudem angegeben, zur Tatzeit im Mai eine Psychose gehabt zu haben, sagte der Richter bei der ersten öffentlichen Anhörung des Falls.

Angeblich befahlen ihm demnach „Stimmen“, die Menschen zu erstechen. Das habe der Mann Anfang August zu Protokoll gegeben. Bis dahin hatte er die Taten bestritten.

Die Staatsanwaltschaft bezweifelt, dass der Angeklagte unter einer psychischen Krankheit litt, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Auf dem Computer des Angeklagten habe sie Suchanfragen dazu gefunden, wie man sich als Psychopath ausgebe und medizinisches Personal täuschen könne.

Der in Medienberichten als hochbegabt beschriebene Mann soll am 4. Mai in einem Park im Küstenort Scheveningen eine 56 Jahre alte Japanerin mit einem Messer getötet haben, die ihren Hund zum Gassigehen ausführte. Drei Tage danach soll er in der Brunssummerheide nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen eine 63-jährige Frau und einen 68-jährigen Mann erstochen haben. Wenig später begab sich der Tatverdächtige selbst in eine psychiatrische Klinik. Das Gericht setzte eine weitere Anhörung für den 4. November an, ein Termin für die Hauptverhandlung zu den Tatvorwürfen wurde noch nicht bestimmt.




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