Letztes Update am Fr, 16.08.2019 17:38

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


RB Salzburg und LASK Linz wieder in der Favoritenrolle



Tabellenführer Red Bull Salzburg gastiert am Samstag (17.00 Uhr) in der vierten Runde der Fußball-Bundesliga beim noch sieglosen Vorletzten SKN St. Pölten und ist auf den vierten Saisonsieg aus. Beim LASK setzt Trainer Valerien Ismael nach dem Heimsieg gegen Basel gegen WSG Tirol auf Rotation. Nach zwei Niederlagen möchte Wolfsberg gegen den sieglosen SV Mattersburg wieder einen Sieg einfahren.

Salzburg-Coach Jesse Marsch will das Momentum nach dem geglückten Saisonstart mit drei Siegen bewahren. St. Pölten bezeichnete er zwar als einen gefährlichen Gegner, der auch Rapid beim 2:2 alles abverlangt habe, für den US-Amerikaner zähle aber nur das eigene Potenzial. „Ich denke, in diesem Spiel geht es um uns“, betonte Marsch. Rekord-Neuzugang Maximilian Wöber sei zwar fit, wird aber für die Auswärtsfahrt wohl noch kein Thema sein.

St. Pölten hält saisonübergreifend bei zwölf Spielen ohne Sieg. Das heißt, seit dem 1:0 gegen Sturm Graz am 31. März gab es keinen vollen Erfolg mehr für die SKN-Profis zu bejubeln. „Wenn man sich unsere Entwicklung anschaut, sieht man, dass wir viele gute Sachen machen, aber immer wieder Phasen dabei haben, wo wir eine hohe Fehlerquote haben. Das müssen wir abstellen, um endlich auch einmal zu Null zu spielen“, meinte Coach Alexander Schmidt.

Beim LASK herrscht nach dem Aufstieg ins Champions-League-Play-off gegen Brügge „extrem gute Laune“, wie Trainer Ismael verriet. Der Heimsieg gegen FC Basel am Dienstag hat den Fußball-Vizemeister aber auch eine Menge Kraft gekostet, weshalb der Franzose am Samstag gegen WSG Tirol wieder auf Rotation setzen will. „Wir brauchen Frische auf dem Platz“, sagte er. Die Befürchtung, dass seine Männer mit den Gedanken schon zu sehr beim Play-off-Gegner Brügge sein könnten, habe er nicht. Das lehrte die Erfahrung aus der Vorwoche. „Da habe ich gesehen, wie die Mannschaft reagiert, wie sie fokussiert war“, berichtete Ismael.

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Wattens-Coach Thomas Silberberger ist klar, dass der Gegner in der Favoritenrolle ist. „Der LASK sorgt aktuell in Europa für Furore“, erklärte er. Man werde dennoch versuchen, den Linzern „das Leben so schwer wie möglich zu machen“. Denn beim LASK komme aller Euphorie zum Trotz eine mentale „Doppelbelastung“ hinzu: „Bei den LASK-Spielern wird in jedem Fall im Hinterkopf auch ein bisschen die Partie gegen Brügge (am kommenden Dienstag in Linz) sein.“

Nach zwei Niederlagen gegen Sturm Graz und Meister Salzburg will sich der WAC am Samstag laut Trainer Gerhard Struber wieder „belohnen“. In Salzburg gerieten die Burgenländer 1:4 unter Räder, dann zuhause gegen die Austria mit 1:5. „Ein Gegner, der in den vergangenen zwei Spielen richtig Probleme bekommen hat und natürlich alles probieren wird, eine Reaktion zu zeigen“, sagte Struber, dessen Truppe mit einem klaren 3:0-Auftaktsieg über die Admira in die Liga gestartet war. „Wir wollen Mattersburg schlagen, müssen aber schon an unsere Grenzen gehen. Wenn uns das gelingt, wird Mattersburg Probleme bekommen.“

Mattersburg-Coach Franz Ponweiser war sich der Schwere der Aufgabe bewusst. „Wenn man die Punkte weglässt und nur die Spiele beobachtet, dann sieht man, dass der WAC nominell eine ganz starke Truppe ist und sich gut verstärkt hat. An der Spielanlage erkennt man, dass eine starke Red-Bull-Prägung drinnen ist“, erklärte er. Die Grün-Weißen, die schon von der Austria ein paar Mal ausgekontert wurden, benötigen vor allem eine bessere Abwehrleistung, wollen sie nicht eine weitere Abreibung bekommen.




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