Letztes Update am So, 18.08.2019 12:14

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Vielversprechender“ Auftakt von Wolfsburg unter Glasner



Das zweite Pflichtspiel unter Neo-Trainer Oliver Glasner hat dem VfL Wolfsburg den zweiten Sieg gebracht. „Heute war‘s in Ordnung und ganz, ganz wichtig einfach auch für unserem Weg, mit einem Sieg zu starten“, betonte der Ex-LASK-Coach am Samstagabend nach dem 2:1-Heimerfolg über „einen sehr ambitioniert und schwer zu bespielenden“ Aufsteiger 1. FC Köln zum deutschen Fußall-Bundesliga-Auftakt.

Ein Sonderlob gab es von Glasner für Xaver Schlager, der im Sommer von Österreichs Serienmeister Red Bull Salzburg nach Wolfsburg gewechselt war. Der ÖFB-Teamspieler hatte den zweiten Treffer vorbereitet. „Xaver ist nach dem Ballverlust super ins Gegenpressing gegangen und hat den Ball gewonnen. Das ist halt so auch seine Red-Bull-DNA. Und dann haben wir diese Überzahlsituation (...) gut zu Ende gespielt“, beschrieb Glasner die entscheidende Szene, die zum vorentscheidenden 2:0 durch Wout Weghorst (60.) führte, treffend.

„Das war ein guter Ball von Xaver im Gegenpressing, den ich ein bisschen glücklich mitbekommen habe“, betonte der Torschütze. Schlager selbst strich dagegen die Vorstellung der gesamten Mannschaft heraus. „Ich denke, alle sind ganz glücklich. Der Sieg ist da, das war unser Ziel, das haben wir erledigt. Und auch die Art und Weise war sehr, sehr vielversprechend“, meinte der 21-Jährige.

Bei einigen Fans wurden sogar Erinnerungen an die Saison 2008/09 wach: Auch damals waren die „Wölfe“ mit einem 2:1-Sieg gegen Köln gestartet und am Ende der Saison zum ersten und bisher einzigen Mal deutscher Meister geworden. Glasner stieg allerdings gleich auf die Euphoriebremse, auch wenn er „viele, viele schöne Ballgewinne mit Überzahlsituationen“ seiner Mannschaft gesehen hatte.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

„Ich habe Phasen gesehen, wo wir Dinge sehr, sehr gut gemacht haben, und auch Phasen gesehen, wo wir Dinge weniger gut gemacht haben. Das war aber auch einem sehr, sehr starken 1. FC Köln geschuldet, der mutig aufgetreten ist“, analysierte der Oberösterreicher. „Es ist nicht so einfach, wenn die dich mit drei Stürmern in höchstem Tempo anlaufen, wenn die Außenverteidiger dann mit hohem Tempo nach vorne kommen, dann brauchst du eben schnelle Lösungen. Da haben wir etwas gebraucht, um uns auch dann und wann etwas befreien zu können.“

Hilfreich dafür war auch die Pause, in der „die Fehler angesprochen wurden“, wie Glasner anmerkte: „Wir haben dann viel, viel besser verteidigt. (...) Wir haben sie weiter weg gehalten von unserem Tor, weil unser Außenverteidiger mutiger nach vorne verteidigt haben. Bis auf das unnötige Anschlusstor (in der Nachspielzeit, Anm.) haben wir eigentlich keine Torchance des 1. FC Köln zugelassen.“ Am wichtigsten für den 44-Jährigen war aber, „dass wir die ganze Zeit geschlossen aufgetreten sind“.

Für Ex-Salzburg-Erfolgscoach Marco Rose gab es dagegen bei seinem Bundesliga-Debüt mit Borussia Mönchengladbach statt der angepeilten drei Punkte nur einen Zähler. „Wir sind weit weg von zufrieden. Wir haben zuhause schon den Anspruch zu gewinnen, und wir können auch inhaltlich draufpacken“, befand Rose nach dem torlosen Remis gegen den FC Schalke 04 am Samstagabend. Der größte Lichtblick für den 42-Jährigen war Rechtsverteidiger Stefan Lainer, der aber Roses System schon durch die zwei gemeinsamen Jahre in Salzburg verinnerlicht hat. Der ÖFB-Internationale wurde für sein starkes Debüt in der deutschen Bundesliga auch als „Spieler des Spiels“ ausgezeichnet.




Kommentieren