Letztes Update am Mo, 19.08.2019 11:23

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Anschläge am Unabhängigkeitstag in Afghanistan



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Am 100. Jahrestag der Unabhängigkeit ist es in Afghanistan zu Anschlägen gekommen. In der ostafghanischen Stadt Jalalabad wurden mindestens 17 Menschen auf dem Weg zu Unabhängigkeitsfeiern verletzt, als sechs Sprengsätze detonierten. Das teilte das Pressebüro des Provinzgouverneurs am Montag mit. Weitere sechs Sprengsätze seien von Sicherheitskräften entschärft worden, hieß es.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. In der Provinz Nangarhar sind die radikalislamischen Taliban und die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) aktiv. Ein Teil der Feiern zur 100-jährigen Unabhängigkeit von Großbritannien war nach einem verheerenden Anschlag in Kabul in einer Hochzeitshalle am Wochenende mit mehr als 60 Toten abgesagt oder verschoben worden.

Präsident Ashraf Ghani sagte in einer kurzen Rede im neu renovierten Königspalast in der Hauptstadt Kabul, der „Feind“ habe die Feierlichkeiten verschoben, indem er das Blut von Zivilisten vergossen habe. Über die Unabhängigkeit wolle er nun nicht sprechen.

In den vergangenen Wochen waren in Kabul und anderen großen Städten die Straßen in Vorbereitung der Feierlichkeiten festlich geschmückt worden. Als ein Höhepunkt der Feiern war nach dreijähriger Renovierung die Wiedereröffnung des Königspalastes geplant. Der zerschossene Königspalast - in den 1920er Jahren erbaut und vom deutschen Architekten Walter Harten entworfen - galt lange als Mahnmal der gewalttätigen Geschichte des Landes.




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