Letztes Update am Mi, 21.08.2019 11:28

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tiroler Polizei nahm 23 Personen wegen Kokainhandels fest



Die Polizei hat einen Drogenring im Tiroler Oberland ausgehoben. Insgesamt wurden 23 Personen festgenommen, über sieben wurde die U-Haft verhängt, teilte die Exekutive am Mittwoch mit. Die Verdächtigen sollen von Herbst 2017 bis März 2019 rund 4,8 Kilo Kokain in Tirol und rund einen Kilo Kokain im Burgenland verkauft haben. Dies entspreche einem Straßenverkaufswert von 580.000 Euro.

Beinahe ein Jahr hätten die Ermittlungen gedauert. Als im August 2018 im Burgenland eine kleine Menge Kokain sichergestellt worden war, hätte sich eine Verbindung nach Tirol ergeben, hieß es seitens der Ermittler. Ende März 2019 seien im Großraum Imst und in Götzens schließlich die ersten Festnahmen und Hausdurchsuchungen durchgeführt worden. Fünf Männer im Alter zwischen 28 und 57 Jahren und drei Frauen im Alter zwischen 27 und 62 Jahren - alle Österreicher - wurden festgenommen.

Unter den Festgenommenen befanden sich auch fünf der nunmehr acht Hauptverdächtigen. Sie stehen im Verdacht, für die Organisation, die Finanzierung und den Verkauf des Kokains zuständig gewesen zu sein. Am 1. April wurde dann der Lieferant, ein 38-jähriger Albaner, unmittelbar nach seiner Einreise nach Tirol in Wörgl festgenommen. In seinem Fahrzeug wurde ein Kilo Kokain gefunden.

Die Ermittlungen führten die Beamten schließlich zu zwei weiteren Österreichern aus dem Tiroler Oberland im Alter von 29 und 36 Jahren. Sie stehen im Verdacht, über mehrere Monate Kokain verkauft zu haben. Darüber hinaus wurden noch zwölf weitere Personen ausgeforscht, darunter neun Österreicher, zwei Türken und ein Serbe. Sie sollen Kokain gekauft und teilweise auch in kleineren Mengen weitergegeben haben. Sie werden auf freiem Fuß angezeigt.

Insgesamt wurde ein Kilo Kokain mit einem Straßenverkaufswert von rund 100.000 Euro, das für die Schmuggelfahrt verwendete Fahrzeug, ein Mercedes Kombi, 15 Kilo Silberbarren, Bargeld sowie mehrere Handys sichergestellt. Die Beschuldigten sind laut Exekutive teilweise geständig. Zusätzlich wurden noch weitere 30 Personen als sogenannte „Abnehmer“ ausgeforscht. Sie werden wegen Vergehens nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt.




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