Letztes Update am Fr, 23.08.2019 13:41

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


ÖVP-BGLD für Ausbau der Infrastruktur im ländlichen Raum



Die ÖVP Burgenland wünscht sich Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum. Notwendig sei etwa der Ausbau der Infrastruktur in grundlegenden Bereichen wie beim öffentlichen Verkehr oder dem Breitbandinternet, sagte Landesparteiobmann Thomas Steiner am Freitag vor Journalisten. Wer im ländlichen Raum lebe, müsse gleichwertige Chancen vorfinden wie im urbanen Gebiet.

Beim öffentlichen Verkehr schlägt die ÖVP vor, flächendeckend einen „Burgenland-Bus“ einzuführen. Beim Breitbandausbau habe das Burgenland „massivsten Nachholbedarf“, sagte Steiner. Er plädierte erneut für die Einrichtung einer Infrastrukturgesellschaft seitens des Landes. Dieses solle mit Investitionen in Vorlage treten in Bereichen, wo sich das für private Unternehmer wirtschaftlich nicht rechne.

Menschen fühlten sich im ländlichen Raum wohl. „Sie wollen die Dorfgemeinschaft haben“, stellte ÖVP-Abgeordneter Niki Berlakovich fest. Dazu bräuchten sie aber auch Perspektiven wie Arbeit, eine ordentliche Gesundheitsversorgung und ein entsprechendes Angebot an öffentlichem Verkehr.

Berlakovich forderte, bei einer Neugestaltung des Pendlerpauschale die Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Eine CO2-Steuer sei abzulehnen. Die ÖVP Burenland hatte im Vorjahr einen „Plan für das Burgenland“ vorgestellt. Viele Punkte daraus seien auch in den von ÖVP-Obmann Sebastian Kurz präsentierten Elf-Punkte-Plan für den ländlichen Raum eingeflossen, so Steiner.

Teil der Vorschläge ist auch die Idee, durch Auslagerung von Verwaltungsbereichen Arbeitsplätze im öffentlichen Bereich in die Regionen zu bringen. In vielen Bereichen sei es „völlig irrelevant“, ob ein Mitarbeiter in Eisenstadt sitze oder in Oberpullendorf oder Oberwart, meinte Steiner. Als Beispiel für einen infrage kommenden Verwaltungsbereich nannte er die Wohnbauförderung. Menschen aus den Bezirken könne so das tägliche Pendeln nach Eisenstadt erspart werden. Voraussetzung dafür sei allerdings eine ordentliche Internetversorgung.

Die Überlegung, Teile der Verwaltung ins Kulturzentrum Mattersburg zu bringen, sei begrüßenswert, jedoch nur ein kleiner Schritt, meinte Steiner: „Wir würden uns wünschen, das noch viel weiter in den Süden zu bringen, weil es ganz einfach notwendig ist.“




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