Letztes Update am Fr, 23.08.2019 13:55

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Schweißtreibende Probewochen“ für „Cats“ im Ronacher



Die Proben für die am 20. September anlaufende Produktion des Kultmusicals „Cats“ im Wiener Ronacher laufen auf Hochtouren. Am Freitag erhielten Medienvertreter einen kurzen Einblick in die Proben. „Wir haben schweißtreibende Probewochen hinter uns. [...] Den Künstlerinnen und Künstlern wird alles abverlangt“, sagte VBW-Musicalintendant Christian Struppeck.

Die Produktion basiert auf der Originalinszenierung aus den 80ern, Regie führt wie damals das Musicalurgestein Trevor Nunn, der ebenfalls die Uraufführungen von „Starlight Express“ und „Les Miserables“ inszenierte. Die deutschsprachige Erstaufführung des Klassikers fand 1983 in Wien statt. „Nunn fühlt sich mit Wien sehr verbunden“, erklärte Struppeck. „Es ist großartig, dass er so involviert ist. [...] Wir sind darum sehr nah am Original“, fuhr er fort.

Unterstützt wird Nunn von Chrissie Cartwright, die Andrew Lloyd Webbers Klassiker schon auf mehreren Bühnen rund um die Welt inszenierte. Der Originalproduktion werde eine neue Szene hinzugefügt: „Gus, der alte Kater, wird in seiner Fantasie zu Growltiger. Die Growltiger-Szene wurde also komplett neu inszeniert und mit neuen Kostümen versehen“, sagte Cartwright.

Bereits ohne die aufwändige Kostüme und Masken von John Napier ist der Stubentiger-Effekt der Choreografie unverkennbar. Das Ensemble bietet einen Vorgeschmack auf eine spektakuläre Kombination aus anspruchsvollem Tanz und Gesang, die Lust auf mehr macht. Man darf für September also eine außergewöhnliche Show erwarten.

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„Das Ensemble ist fantastisch und arbeitet sehr hart“, so Cartwright. Für den Wiener Publikumsliebling Ana Milva Gomes ist es die erste „Cats“-Inszenierung. Als Grizabella wird sie den Welthit „Memory“ vortragen. Für sie ist „Cats“ auch anspruchsvoller als andere Musicals: „Cats ist das Schwerste, das ich jemals gemacht habe, und ich habe schon eine Menge gemacht“, verriet sie: „Das sind alles Athleten auf der Bühne.“

Laut Struppeck sind alle Darsteller schließlich „handverlesen“. Für „Cats“ sei dies auch notwendig: „Es ist so anstrengend, es verlangt ihnen alles ab. Sie sind aber ganz tapfer“, berichtete er: „Die Darsteller müssen einige Parts jeden Tag durchgehen, weil diese von der Kondition so fordernd sind.“

Die im Herbst anlaufende Hollywoodverfilmung des Musicals sieht Struppeck dabei als Chance. „Ich glaube, dass der Film große Aufmerksamkeit erregen wird“, vermutete er und erwartet, dass viele Kinobesucher auch das Original anschauen wollen, da der Film doch wohl ganz anders sei: „Es ist gut, dass beides gleichzeitig anläuft.“




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