Letztes Update am Fr, 23.08.2019 14:13

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Macron empfängt iranischen Außenminister Zarif



Vor dem Beginn des G-7-Gipfels in Biarritz empfängt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Freitag den iranischen Außenminister Mohammad Jawad Zarif zu Gesprächen über das internationale Atomabkommen. Das ursprünglich für Freitagvormittag geplante Treffen zwischen Macron und Zarif sei aus Termingründen verschoben worden und werde „im Laufe des Tages“ stattfinden, teilte der Elysée-Palast mit.

Macron will Zarif „Vorschläge machen“, um Teheran zu einer Einhaltung der 2015 getroffenen Vereinbarungen zur Uran-Anreicherung zu bringen. Der französische Präsident will das Atomabkommen mit dem Iran retten, das seit dem einseitigen Ausstieg der USA vor mehr als einem Jahr auf der Kippe steht. Am Mittwoch warnte er den Iran vor einer „Eskalation“. Gleichzeitig rief er die USA dazu auf, die Spannungen mit dem Land nicht weiter anzuheizen.

Als Reaktion auf neue US-Sanktionen erhöhte der Iran zuletzt die Uran-Anreicherung - und verstieß damit wiederholt gegen die Vorgaben des Atomabkommens. Anfang des Monats verhängten die USA auch Sanktionen gegen Außenminister Zarif.

Mit Blick auf das Treffen mit Macron sagte Zarif während einer Skandinavien-Reise am Donnerstag, es sei eine „Gelegenheit, die Vorschläge“ zu erörtern, die Macron dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani bereits unterbreitet habe. Es gebe „gemeinsame Positionen“, betonte Zarif.

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Das Atomabkommen ist auch eines der zentralen Themen des dreitägigen G-7-Gipfels, der am Samstag beginnt. Innerhalb der G-7 herrschten „echte Meinungsverschiedenheiten“, sagte Macron mit Blick auf die US-Politik des „maximalen Drucks“ gegenüber Teheran. Macron betonte, die politischen Entscheidungsträger stünden vor einem „schicksalhaften Moment“. Teheran bereite bereits eine Strategie zum Ausstieg aus dem Abkommen vor, warnte er.

Der Iran droht, gegen weitere Vorgaben aus dem Atomabkommen zu verstoßen, sollte es den verbliebenen Vertragspartnern in dem Abkommen nicht gelingen, die US-Sanktionen abzufedern.




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