Letztes Update am Sa, 24.08.2019 07:08

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nordkorea feuerte erneut „nicht identifizierte Geschoße“ ab



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Nordkorea hat nach Angaben Südkoreas erneut zwei „nicht identifizierte Geschoße“ abgefeuert. Die Geschoße seien vor der Ostküste des Landes im Meer gelandet, meldete das südkoreanische Militär Samstagfrüh. Das Präsidialamt in Seoul berief ein Treffen des Nationalen Sicherheitsrats ein. Nordkorea hatte in den vergangenen Wochen bei Tests mehrfach ballistische Kurzstreckenraketen abgefeuert.

Die beiden Flugkörper seien aus der Gegend um Sondok in das Meer vor der Ostküste des Landes abgeschossen worden, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Militärkreise. Die japanische Küstenwache erklärte, sie habe den Abschuss ballistischer Raketen aus Nordkorea registriert.

Pjönjang kritisierte auch gemeinsame Militärmanöver Südkoreas mit dem USA. Am Freitag bezeichnete Pjöngjang US-Außenminister Mike Pompeo als „unverbesserliches Gift“. Pompeo hatte zuvor betont, die USA würden Nordkorea weiterhin mit „härtesten“ Sanktionen belegen, bis das Land atomar abrüste.

US-Präsident Donald Trump reagierte gelassen. Kurz vor seinem Abflug zum G-7-Gipfel in Frankreich bemühte sich Trump, die Bedeutung des Raketentests herunterzuspielen. „Er testet gerne Raketen“, sagte er mit Blick auf Kim. Andere Staaten täten das auch. Die USA hätten selbst erst vor einigen Tagen einen Raketentest durchgeführt.

Die USA hatten am vergangenen Wochenende von der kalifornischen Insel San Nicolas einen Marschflugkörper abgefeuert. Dieser erreichte nach Angaben des Pentagons sein Ziel nach mehr als 500 Kilometern Flug präzise. Der Test wäre nach dem wichtigen INF-Abrüstungsabkommen mit Russland verboten gewesen. Das Abkommen gilt jedoch seit Anfang August nicht mehr.

Tests mit ballistischen Raketen jeglicher Reichweite sind Nordkorea, das auch schon mehrfach Atombomben getestet hat, durch UNO-Resolutionen untersagt. Derartige Raketen sind in aller Regel Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können.

Die Gespräche zwischen den USA und Nordkorea über eine Denuklearisierung kommen derzeit nicht von der Stelle. Ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un im Februar war ohne Ergebnis abgebrochen worden.




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