Letztes Update am Sa, 24.08.2019 16:02

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sturm Graz kämpft am Sonntag gegen Tirol um Wiedergutmachung



Sturm Graz hat vor dem Heimspiel am Sonntag (17:00) gegen WSG Tirol Wiedergutmachung im Sinn. Nach zuletzt zwei Niederlagen in der Fußball-Bundesliga ohne ein erzieltes Tor gilt es für die Grazer, so schnell wie möglich wieder in die Erfolgsspur zurückzukommen. Meister RB Salzburg will seine Siegesserie gegen Tabellenschlusslicht Admira fortsetzen, die Austria hofft auf einen Sieg in Hartberg.

Die Basis für einen Sturm-Sieg wurde laut Coach Nestor El Maestro in den vergangenen Tagen gelegt. „Wir haben eine intensive Woche hinter uns, einerseits auf dem Platz, andererseits im Besprechungszimmer“, erklärte der gebürtige Serbe und versprach: „Wir wissen, was zu tun ist, um gegen WSG Tirol einen Heimsieg einzufahren, und es ist uns bewusst, dass wir uns in einigen Sachen verbessern müssen.“ Dabei helfen könnte die große Personalauswahl. Mit Ausnahme des im Aufbautraining befindlichen Thorsten Röcher sind alle Spieler einsatzbereit, auch Stefan Hierländer steht nach überstandenen Knieproblemen erstmals in dieser Saison zur Verfügung.

Dass die Wattener gegen einen höher eingeschätzten Kontrahenten bestehen können, bewiesen sie in der Vorwoche beim Auswärts-1:1 gegen den LASK. Trainer Thomas Silberberger rechnet sich auch für das Gastspiel in Graz einiges aus. „Wir freuen uns sehr auf dieses Match. Wir haben eigentlich nichts zu verlieren und wollen alles gewinnen“, erklärte der Tiroler.

Für Red Bull Salzburg soll es in der Bundesliga in derselben Tonart wie bisher weitergehen. Gegner in der fünften Runde ist zu Hause die Admira, da soll standesgemäß der fünfte Sieg her. Auf Jesse Marsch wartet der erste gewichtige Rekord in Österreich: Bisher ist es noch keinem Trainer gelungen, seine ersten fünf Bundesliga-Partien zu gewinnen. „Es erwarten uns Krieger auf dem Platz. Es erwartet uns ein Gegner mit vielen Zweikämpfen, womöglich auch mit vielen Fouls. Wir müssen zu hundert Prozent bereit sein“, meinte der US-Amerikaner.

Acht Spiele haben die „Bullen“ in der Bundesliga der Reihe nach gewonnen. Vor eigenem Publikum ist Salzburg insgesamt 66 Pflicht-Heimspiele national und international seit dem 27. November 2016 ungeschlagen. Damals setzte es eine 0:1-Niederlage gegen die Admira. Es war die einzige Heimniederlage gegen die Niederösterreicher seit deren Wiederaufstieg 2011.

Die Admira holte am vergangenen Sonntag mit einem 1:1 bei der Austria den ersten Punkt nach vier Niederlagen in Folge, wenn man auch die vergangenen Saison berücksichtigt. „Ich denke schon, dass es ein Schritt in die richtige Richtung war“, sagte Trainer Reiner Geyer. „Da wollen wir weiter dranbleiben. Wir müssen auch gegen Salzburg Druck ausüben, keinesfalls dürfen wir zu passiv werden.“

Auf Austria-Trainer Christian Ilzer wartet indes ein Rendezvous mit der Vergangenheit. Der Steirer trifft mit der Austria in der fünften Runde auswärts auf seinen Ex-Club TSV Hartberg, bei dem seine Trainerkarriere im Vorjahr mit dem Aufstieg ins Oberhaus so richtig Fahrt aufnahm. Nach einem schwachen Saisonstart wäre drei Punkte in Hartberg für die Austria Gold wert.

Die Chancen dafür stehen laut Ilzer nicht schlecht. „Wir hatten zuletzt eine sehr intensive Phase, haben das intern aber alles sehr gut aufgearbeitet. Natürlich wissen wir, dass wir nicht die Ergebnisse erzielten, die wir uns vorgestellt haben, aber das ist abgehakt. Und mit jedem guten Ergebnis können wir uns aufrichten und Selbstvertrauen tanken. So wollen wir in eine Serie kommen, die in eine ganz andere Richtung läuft als bis jetzt“, erklärte der 41-Jährige.

Ilzers Hartberger Widerpart Markus Schopp steht mit Ausnahme der Langzeitausfälle Peter Tschernegg und Christoph Kröpfl der komplette Kader zur Verfügung - auch Dario Tadic, der bisher bei sechs Liga-Toren hält. „Er hat schon im letzten Jahr oft seine Qualitäten bewiesen. Jetzt haben wir unsere Spielidee ein bisschen verändert, was ihm entgegenkommt. Und er ist unser einziger reiner Stürmer im Kader, vielleicht lässt ihn das etwas befreiter aufspielen“, erklärte Schopp. Tadic alleine hat in dieser Meisterschafts-Saison nur ein Tor weniger erzielt als der gesamte Austria-Kader. Dennoch dürfe man die „Veilchen“ nicht unterschätzen, warnte Schopp. „Die Austria ist ein extrem starker Gegner“, sagte der Steirer.




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