Letztes Update am So, 25.08.2019 00:41

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Israel: Präventivschlag in Syrien gegen Iran-“Killerdrohnen“



Israels Armee hat nach eigenen Angaben ein Ziel in Syrien beschossen, um einen Angriff mit iranischen „Killerdrohnen“ auf sein Staatsgebiet zu verhindern. Israels Luftwaffe habe ein Dorf namens Akraba südöstlich von Damaskus beschossen, sagte der israelische Militärsprecher Jonathan Conricus Journalisten in der Nacht auf Sonntag.

Der Militäreinsatz habe Einheiten der Al-Quds-Brigade sowie schiitischen Milizen gegolten, die seit ein paar Tagen an einem Plan gearbeitet hätten, Ziele in Israel von Syrien aus mit bewaffneten Drohnen anzugreifen, teilte das israelische Militär mit. Der Militärsprecher sagte, „Killerdrohnen“ mit Sprengsätzen sollten Nordisrael treffen.

Nach israelischen Informationen habe die Al-Quds-Einheit der iranischen Revolutionsgarden geplant, mit Drohnen Ziele im Norden Israels anzugreifen. Diese Art von Drohnen seien mit Sprengstoff beladen und funktionierten wie Raketen, sagte er. Man halte den Iran und Syrien für verantwortlich.

„Wir haben mehrere Terrorziele der Al-Quds-Einheit und schiitischer Milizen getroffen“, sagte der Armeesprecher. Es habe bereits am Donnerstag einen ähnlichen Versuch von iranischer Seite gegeben. Gegenwärtig sei die israelische Armee in erhöhter Alarmbereitschaft, „um auf jedes mögliche Ereignis zu reagieren“, sagte Conricus. „Wir werden gegen jeden vorgehen, der israelische Ziele angreifen will.“

Syrischen Staatsmedien zufolge fing die syrische Luftabwehr „feindliche Ziele“ am Samstagabend über Damaskus ab. „Die Mehrzahl der israelischen Raketen wurde zerstört, bevor sie ihre Ziele erreichen konnten“, erklärte die syrische Armee. Augenzeugen berichteten, sie hätten Explosionen in der Luft gesehen und gehört.

Die israelische Armee greift immer wieder Ziele in dem benachbarten Bürgerkriegsland an. Die Bombardierungen richten sich Beobachtern zufolge gegen Kräfte, die mit dem Iran verbunden sind. Israel will verhindern, dass sich sein Erzfeind in Syrien militärisch etabliert. Die Regierung in Teheran ist eng mit dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad verbündet. Der Iran unterstützt zahlreiche Milizen, die im Bürgerkrieg an der Seite der Regierungstruppen kämpfen.

Die Angriffe gelten zumeist Stützpunkten des mit Syriens Machthaber Bashar al-Assad verbündeten Iran und der Hisbollah-Miliz. Israel befürchtet einen wachsenden Einfluss seines Erzfeinds Iran in Syrien und begründet die Raketenangriffe mit seinem Recht auf Selbstverteidigung.




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