Letztes Update am So, 25.08.2019 17:27

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Iranischer Tanker „Adrian Darya-1“ hält Kurs Richtung Osten



Der iranische Öltanker „Adrian Darya-1“ fährt weiter in Richtung östliches Mittelmeer. Ursprünglich war der griechische Hafen von Kalamata als Ziel genannt worden. Die Regierung in Athen erklärte jedoch, Griechenland werde die Reise des Supertankers „nicht unterstützen“.

Wie am Samstag aus Daten des Internetportals „Marinetraffic.com“ hervorging, wies der Kapitän daraufhin den türkischen Hafen Mersin als geplantes Ziel aus. Dies nahm er am Sonntag aber zurück. Der Kapitän gab nun an, auf weitere Anweisungen der Reederei zu warten.

Die USA hatten in den vergangenen Tagen alle Mittelmeeranrainerstaaten unter Druck gesetzt, dem Schiff keinen Ankerplatz und keine Unterstützung zu gewähren. Mersin liegt rund 150 Kilometer von der syrischen Hafenstadt Latakia entfernt.

Der Tanker befand sich am Sonntagnachmittag etwa auf halbem Weg zwischen Malta und Kreta, wie aus den Angaben von „Marinetraffic.com“ hervorging.

Das Schiff war mehr als sechs Wochen lang in Gibraltar unter dem Vorwurf festgehalten worden, das EU-Embargo gegen Syrien zu unterlaufen. Das oberste Gericht des britischen Überseegebiets an der Südspitze der iberischen Halbinsel hatte dem Tanker schließlich freie Fahrt gewährt, es war vor einer Woche losgefahren.

Die iranische Marine zeigte sich derweil bereit, die „Adrian Darya-1“, die zuvor „Grace 1“ hieß, auf ihrem Weg zurück in den Iran zu begleiten. „Falls die politische Führung es für notwendig erklärt, werden wir von wo auch immer den Tanker eskortieren“, sagte Armeesprecher Habibullah Sajari der Nachrichtenagentur ISNA.




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