Letztes Update am Mo, 26.08.2019 05:45

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


36 Festnahmen nach Ausschreitungen bei Hongkong-Protesten



Nach den Ausschreitungen bei regierungskritischen Protesten am Wochenende hat die Polizei in Hongkong 36 Festnahmen bekanntgegeben. Die jüngste der festgenommenen Personen sei zwölf Jahre alt. Ihnen werden Zusammenrottung, Besitz von Angriffswaffen und Übergriffe auf Polizeibeamte vorgeworfen, wie die Behörden mitteilten. Die Protestmärsche waren mitunter in Gewalt umgeschlagen.

Demonstranten hatten Molotow-Cocktails auf Sicherheitskräfte geworfen. Diese reagierten mit Wasserwerfern und Tränengas. Die Menschen protestieren gegen eine zunehmende Einflussnahme Chinas in der früheren britischen Kronkolonie. Schon am Samstag hatte die Polizei Tränengas eingesetzt, um die Versammlung aufzulösen.

In Hongkong demonstrieren seit Wochen Hunderttausende Menschen. Sie fürchten eine Beschneidung ihrer Rechte durch China und werfen Regierungschefin Carrie Lam eine zu große Nähe zur Regierung in Peking vor. Die frühere britische Kronkolonie Hongkong ist seit 1997 chinesische Sonderverwaltungszone, deren Einwohner größere persönliche Freiheiten genießen als in der Volksrepublik.

Die chinesische Regierung hat den Demonstranten zuletzt immer unverhohlener gedroht. So brachte sie die Demonstranten mit „Terrorismus“ in Verbindung und schickte Truppen an die Grenze. Zuletzt wuchs deswegen die Sorge vor einem chinesischen Militäreinsatz.




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