Letztes Update am Mo, 26.08.2019 14:13

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Israel kündigt nach Tod von 17-Jähriger Siedlungsausbau an



Nach dem Tod einer Israelin bei einem Bombenanschlag im besetzten Westjordanland hat Israel den Ausbau der nahegelegenen Siedlung Dolev angekündigt. „Wir werden unsere Wurzeln vertiefen und unsere Feinde schlagen“, sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu laut einer Mitteilung seines Büros am Montag.

„Wir werden das Siedlungsprojekt stärken und weiterentwickeln“, hieß es darin. Netanyahu habe die Gründung eines neuen Viertels in Dolev mit rund 300 Wohnungen genehmigt.

Bei dem Bombenanschlag am Freitag war eine 17-jährige Israelin getötet worden. Ihr 46 Jahre alter Vater und ihr 19 Jahre alter Bruder wurden schwer verletzt, wie die Armee und das zuständige Krankenhaus in Jerusalem mitteilten. Der Angriff ereignete sich laut Armee an einer Quelle nahe der Siedlung Dolev nordwestlich von Ramallah.

Am Wochenende nahmen israelische Sicherheitskräfte nach Angaben der Armee mehrere Personen im Zusammenhang mit dem Anschlag fest, darunter zwei Mitglieder der radikal-islamischen Hamas.

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Israel hatte das Westjordanland und Ost-Jerusalem im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt und Ost-Jerusalem 1980 annektiert. Die UNO erkennt die Annexion nicht an. Sie betrachtet sämtliche israelische Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten als illegal. In den Siedlungen leben mittlerweile mehr als 600.000 Israelis. Die Palästinenser fordern die Gebiete für einen eigenen Staat - mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.




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