Letztes Update am Mo, 26.08.2019 19:13

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsches Rettungsschiff nahm rund 100 Migranten auf



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Das deutsche Rettungsschiff „Eleonore“ hat rund 100 Migranten auf dem Mittelmeer aufgenommen. Die Menschen seien am Montag gerettet worden, während ihr Boot am Sinken gewesen sei, sagte Axel Steier, Sprecher der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline, die die „Eleonore“ unterstützt.

Eigner und Kapitän ist der Deutsche Claus-Peter Reisch. „Ich bin sehr froh, dass wir alle Menschen retten konnten. Es war buchstäblich in letzter Sekunde“, twitterte Reisch. Reisch hatte Bekanntheit erlangt, weil er sich nach einem Rettungseinsatz auf Malta vor Gericht verantworten musste. Der Kapitän aus dem bayerischen Landsberg am Lech hatte im Juni 2018 mehr als 230 Migranten an Bord der „Lifeline“ genommen. Danach wurde das Schiff, das unter niederländischer Flagge fuhr, tagelang auf hoher See blockiert.

Seit Samstag war das Boot in der Such- und Rettungszone vor der libyschen Küste, wo Hilfsorganisationen immer wieder Migranten von seeuntauglichen Booten retten und nach Europa bringen.

Im Mai wurde Reisch auf Malta wegen fehlerhafter Registrierung des Schiffs zu einer Geldstrafe verurteilt. Die „Lifeline“ liegt dort noch immer an der Kette. Gegen das Urteil war Reisch in Berufung gegangen.

Vor der Halbinsel Peloponnes griff unterdessen die griechische Küstenwache rund 80 Migranten auf, die in Seenot geraten waren und per Telefon die Behörden um Hilfe gebeten hatten. Die Menschen seien wohlauf und sollten in einen griechischen Hafen gebracht werden, berichtete der staatliche griechische Rundfunk (ERT) am Montag unter Berufung auf die Küstenwache. Das Boot mit den Migranten habe sich in der Nähe der Kleininsel Antikythera bewegt. Allen Anzeichen nach versuchten sie der Küstenwache zufolge nach Italien zu gelangen.




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