Letztes Update am Mo, 26.08.2019 21:28

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Drei Wanderer in Tirol abgestürzt und gestorben



Ein tödliches Ende nahmen am Sonntag und Montag Wanderungen für drei deutsche Staatsbürger in Tirol. Ein 72-jähriger Mann stürzte bei einer Wanderung in Kirchberg in Tirol von einem Steig rund 200 Meter über steiles Gelände ab. In der Gemeinde Längenfeld stürzte ein 51-jähriger Wanderer in den Tod. Am Montag stürzte ein 72-Jähriger rund 150 Meter im Zillertal in den Tod.

Der 72-jährige Deutsche stürzte am Sonntagnachmittag bei einer Wanderung in Kirchberg in Tirol (Bezirk Kitzbühel) von einem Steig aus bisher unbekannter Ursache rund 200 Meter über steiles Gelände in einen Graben ab. Wie die Polizei berichtete, dürften aber gesundheitliche Probleme zum Tod des Mannes geführt haben. Zunächst war noch unklar, ob der Tod vor dem Absturz oder durch ebendiesen eingetreten war. Eine Obduktion am Nachmittag brachte Klarheit.

Der Mann war mit einer Begleiterin auf dem „Gaisbergjoch-Steig“ von der Bärstättalm talwärts in Richtung „Gaisbergstüberl“ unterwegs. Die Frau ging dabei voraus. Nachdem sich der Deutsche plötzlich nicht mehr hinter der Frau befunden hatte, ging diese ein Stück zurück, um nach ihm zu suchen. Da sie ihn nicht finden konnte, setzte sie einen Notruf ab. Bergrettung Kirchberg sowie ein Polizeihubschrauber suchten daraufhin nach dem 72-Jährigen. Schließlich fanden ihn die Bergretter im Graben.

Der 51-jährige Deutsche stürzte am Sonntag bei einer Bergtour im Gemeindegebiet von Längenfeld (Bezirk Imst) ab und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Der Mann war von der Amberger Hütte auf den Gipfel des Schrankogel in den Stubaier Alpen aufgestiegen. Der Hüttenwirt der Amberger-Hütte alarmierte gegen 19.30 Uhr die Rettungskräfte, nachdem sein Gast nicht zurückgekehrt war, berichtete die Polizei.

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Bei einem ersten Suchflug am Sonntag wurden zwei Bergretter in der Nähe des Gipfels abgesetzt. Gegen 2.00 Uhr mussten die Helfer die Suche aber abbrechen. Erst bei einem neuerlichen Suchflug des Polizeihubschraubers am Montag konnte der Deutsche gegen 7.00 Uhr auf rund 3.000 Metern Höhe nur mehr tot gefunden werden. Sein Leichnam wurde mittels Tau geborgen. Der Mann dürfte laut Polizei beim Abstieg im Nahbereich des Gipfels abgestürzt sein, wobei er sich tödliche Verletzungen zuzog.

Ein 72-jähriger Deutscher stürzte am Montag bei Mayrhofen im Tiroler Zillertal rund 150 Meter ab und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Laut Polizei hatte der Mann auf rund 2.600 Metern Höhe, als er bereits wieder absteigen wollte, aus bisher unbekannter Ursache auf einem steilen Weg den Halt verloren. Der Deutsche war von der Lapenscharte zur Gigalitzspitze aufgestiegen. Weil er sich unwohl fühlte dürfte er laut Exekutive rund 150 Meter unterhalb des Gipfels wieder umgedreht sein und wollte zur Greizer Hütte zurückgehen. Entgegenkommende Bergsteiger beobachteten den Absturz des 72-Jährigen und setzten umgehend die Rettungskette in Gang.

Der Notarzt des Rettungshubschraubers konnte jedoch nur noch den Tod des Deutschen feststellen. Sein Leichnam wurde mittels Tau geborgen und ins Tal geflogen.




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