Letztes Update am Di, 27.08.2019 05:16

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Offenbar 37 Tote bei Konflikt in sudanesischer Hafenstadt



Bei Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Volksgruppen in der sudanesischen Hafenstadt Port Sudan sind laut der Ärzte-Organisation CCSD mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden. Das Zentralkomitee sudanesischer Ärzte (CCSD), ein unabhängiges Mediziner-Gremium, zählte am Montag für ein einziges Krankenhaus der Stadt 34 Tote und 126 Verwundete auf.

Die meisten Toten wiesen demnach Schuss- oder Stichwunden oder schwere Brandverletzungen auf. Der vergangene Woche aus noch unklarer Ursache ausgebrochene Konflikt hatte den Gouverneur der Region am Sonntag den Job gekostet: er wurde abgesetzt, weil er die Unruhen nicht in den Griff bekam. Inzwischen sind Militärangehörige aus der Hauptstadt Khartum zur Verstärkung eingetroffen, die Soldaten patrouillieren nun in den Straßen der Hafenstadt.

Das Land im Nordosten Afrikas ist politisch instabil. Nach Massenprosten und dem Sturz von Präsident Omar al-Bashir im April ist erst seit kurzem eine Übergangsregierung des Militärs und der zivilen Opposition an der Macht.

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