Letztes Update am Di, 27.08.2019 15:12

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mehrere Todesopfer durch Schiffsbruch vor libyscher Küste



Die Internationale Organisation für Migration (IOM) berichtete am Dienstag von einem Schiffbruch vor der Küste der libyschen Stadt Khums. 60 Migranten seien gerettet und nach Libyen zurückgeführt worden. Mehrere Leichen, darunter jene von Kindern, seien geborgen worden, twitterte die IOM. Die Hilfsorganisation „Alarm Phone“, die Seenotfälle meldet, hatte davor schon den Schiffbruch gemeldet.

Die Hilfsorganisation berichtete, sie habe den Anruf von einem in Seenot geratenen Boot mit 100 Personen an Bord erhalten. Das Boot befinde sich nahe der libyschen Küste. Italien und die libyschen Behörden seien benachrichtigt worden, so die Hilfsorganisation am Dienstag.

Libysche Behörden bestätigten, es seien mehrere Menschen gestorben, noch unklar sei jedoch wie viele. „Diese Toten sind eine Verantwortung Europas. Seine Einwanderungspolitik tötet“, twitterte „Alarm Phone“.

Italiens Innenminister Matteo Salvini hatte zuvor neuerlich einem Rettungsschiff, der deutschen „Eleonore“ mit rund 100 Migranten an Bord, die Einfahrt in einen italienischen Hafen untersagt. Die Menschen wären am Montag gerettet worden, während ihr Boot am Sinken gewesen sei, sagte die Hilfsorganisation Mission Lifeline, die die „Eleonore“ unterstützt.

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