Letztes Update am Mi, 28.08.2019 13:56

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


NGO-Schiff „Mare Jonio“ rettete 100 Migranten



Etwa hundert Migranten sind vom italienischen NGO-Schiff „Mare Jonio“ gerettet worden. Das von der Hilfsorganisation „Mediterranea“ betriebene Schiff nahm am Mittwochvormittag von einem sinkenden Schlauchboot gerettete Migranten an Bord, zu denen acht schwangere Frauen und 28 Minderjährige gehören, twitterte die NGO.

„Zum Glück haben wir rechtzeitig Hilfe leisten können. Einige Menschen sind unterkühlt. Andere tragen die Zeichen der Misshandlungen und Folterungen, die sie in Libyen erlitten haben. Sie flüchten alle vor der Hölle“, so „Mediterranea“. Die Hilfsorganisation warte auf Anweisungen über einen Landehafen.

Die Hilfsorganisation hatte vergangene Woche die „Mare Jonio“ erneut aufs Mittelmeer geschickt. Das Schiff unter italienischer Flagge war im Mai von den sizilianischen Justizbehörden beschlagnahmt worden. An Bord befinden sich 22 Crewmitglieder, teilte die Organisation mit.

Noch unklar ist inzwischen, was mit den 101 Migranten an Bord des deutschen Rettungsschiffes „Eleonore“ geschehen soll. Italiens Innenminister Matteo Salvini hatte dem Schiff die Einfahrt in einen italienischen Hafen untersagt. Die Menschen seien am Montag gerettet worden, als ihr Boot am Sinken gewesen sei, sagte die Hilfsorganisation „Mission Lifeline“, die die „Eleonore“ unterstützt.

Das Rettungsschiff „Eleonore“ wartet mit 101 Migranten außerhalb maltesischer Hochheitsgewässer auf einen Landehafen. „Wir sind wieder einmal allein mit unseren erschöpften Gästen allein gelassen worden“, twitterte die deutsche Hilfsorganisation Mission Lifeline, die die „Eleonore“ unterstützt, am Mittwoch.

Zwar seien dem Schiff Lebensmittel und Wasser geliefert worden. „Das ersetzt aber nicht Frieden und Sicherheit. Wir bitten um Solidarität mit uns“, so die Organisation.




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