Letztes Update am Mi, 28.08.2019 14:22

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Polizist schoss Bewaffneten in Wien nieder: Lebensgefahr



Ein 39-jähriger Afghane, der einen 40-jährigen Iraner sowie Polizisten in Wien-Simmering bei einem Streit mit einem Stanleymesser bedroht haben soll, ist in der Nacht auf Mittwoch von einem Beamten angeschossen worden. Der Mann befand sich am Mittwochnachmittag - entgegen ersten Angaben der Polizei - in Lebensgefahr.

Die Einsatzkräfte waren gegen 2.45 Uhr wegen eines Streits in die Asylunterkunft im Bezirksteil Albern gerufen worden, berichtete die Polizei. Der Tatverdächtige soll dort mit dem Messer in der Hand zielgerichtet in Richtung der Polizisten gelaufen sein. Da er mehrmalige Aufforderungen, das Messer wegzulegen und stehen zu bleiben, ignoriert habe und auch der Einsatz von Pfefferspray keine Wirkung gezeigt habe, schoss ein Beamter auf den Angreifer und traf ihn im Oberkörperbereich, so Polizeisprecher Daniel Fürst. Der 39-Jährige ging dadurch verletzt zu Boden.

Unmittelbar nach der Schussabgabe führten die Beamten Erste-Hilfe-Maßnahmen durch, hieß es von der Polizei. „Vor Ort waren die Verletzungen lebensgefährlich“, sagte Daniel Melcher, Sprecher der Wiener Berufsrettung, am Nachmittag zur APA. Die zur Unterstützung alarmierten Wega-Beamten, die kurz nach der Schussabgabe am Einsatzort eintrafen, übernahmen die notfallmedizinischen Erste-Hilfe-Maßnahmen. Der 39-Jährige wurde anschließend von der alarmierten Rettung versorgt und in den Schockraum eines Spitals gebracht.

Genauere Angaben zur Schussabgabe und zu den Verletzungen des Mannes machte die Polizei am Mittwoch nicht. So gab es keine Informationen, wie viele Schüsse abgegeben wurden bzw. wie oft und wo genau der 39-Jährige getroffen wurde.




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