Letztes Update am Mi, 28.08.2019 15:13

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Aus fahrendem Auto auf Pkw-Lenker geschossen: Elf Jahre Haft



Ein 29-Jähriger ist am Mittwoch am Landesgericht Korneuburg zu elf Jahren Haft wegen versuchten Mordes verurteilt worden, weil er aus dem fahrenden Auto auf einen Pkw-Lenker geschossen hatte. Grund war ein Streit über ein Überholmanöver. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung erbaten drei Tage Bedenkzeit.

Die Geschworenen plädierten einstimmig für den angeklagten Mordversuch. Eventualfragen nach einer versuchten schweren Körperverletzung sowie gefährliche Drohung entfielen dadurch. Mildernd wurde der bisher ordentliche Lebenswandel bewertet, dass es beim Versuch geblieben ist und dass der Beschuldigte einen Beitrag zur Wahrheitsfindung geleistet hat. Erschwerend waren die rücksichtslose Tatbegehung aus nichtigem Anlass sowie der Waffengebrauch.

Dass es bei dem Schussattentat keine Toten oder Verletzten gab, ist dem Umstand zu verdanken, dass das Projektil aufgrund von Überlagerung der Munition abgeleitet wurde und in der Gummidichtung der Scheibe stecken blieb. Dem traumatisierten 55-jährigen Opfer wurden 1.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen.

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