Letztes Update am Mi, 28.08.2019 15:21

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Musik-Highlights und viel KI bei Ars Electronica



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Wenn am 5. September unter dem Titel „Out of the box - Die Midlife-Crisis der Digitalen Revolution“ das Ars Electronica Festival in Linz wieder seine Pforten öffnet, dann geschieht dies heuer zum 40. Mal. Im Jubiläumsjahr warten die Veranstalter mit dem umfangreichsten Programm der Festivalgeschichte auf - an zehn Standorten. Die Programmhighlights wurden am Mittwoch in Linz präsentiert.

Während der gesamten fünf Tage zu sehen ist mit „ARS and the City“ im Lentos Kunstmuseum eine Rückschau auf legendäre Kunstprojekte der vergangenen vier Jahrzehnte. „ARS on the Wire“ in der PostCity zeigt die Entwicklung des Internets von einer technischen Infrastruktur zum sozialen, öffentlichen Raum. Ebenso während der gesamten Festivaldauer besichtigt werden können eine Auswahl aus den 3.256 Einreichungen zum diesjährigen Prix Ars Electronica sowie die Gallery Spaces in der PostCity, in denen Exponate internationaler Galerien und Sammlungen gezeigt werden. Insgesamt präsentieren 1.400 Kreative aus 45 Ländern in Linz ihre Werke.

Am 5. September wird nicht nur abends das Festival offiziell eröffnet, sondern dieser Tag ist auch „History Day“ und steht damit ganz im Zeichen der Geschichte des Festivals bzw. der Kunstformen und -praktiken der vergangenen vier Jahrzehnte. Ebenfalls werden am Donnerstag, anders als in den Vorjahren, bereits die Goldenen Nicas sowie die STARTS Trophy an die Gewinner des Prix Ars Electronica bzw. des STARTS Prize der Europäischen Kommission verliehen.

Der 6. September ist „Innovation Day“; an diesem Tag stehen unter anderem ein Innovationsforum mit der Wirtschaftskammer OÖ sowie der „STARTS-Day“ in Kooperation mit der Europäischen Kommission, bei dem es um wegweisende Kooperationen an der Schnittstelle von Kunst, Technologie, Wissenschaft und Industrie geht, auf dem Programm. Ein Highlight dieses Festivaltages ist auch die Große Konzertnacht unter dem Titel „Mahler Unfinished“, bei der das Bruckner Orchester u. a. Mahlers 10. Sinfonie spielt - erweitert um die Komposition eines KI (Künstliche Intelligenz)-Systems, basierend auf den ersten zehn Tönen des Bratschenthemas aus der Sinfonie.

Musikalisch geht es auch am dritten Festivaltag, der teilweise im Stift St. Florian stattfindet, weiter. Erstmals wird in Kooperation mit der Europäischen Kommission das „AI x Musical Festival“ veranstaltet. An der Bruckner-Orgel im Stift treffen menschliche Kreativität und technische Perfektion aufeinander, denn die Orgel wird sowohl von Organisten als auch KI-Systemen bespielt. Daneben können Teams beim „BR41N.IO Hackathon“ das Potenzial von Brain-Computer-Interfaces ausloten und weiterentwickeln.

Die „Episode am Fluss“ am Abend des 8. September ist eine Hommage an die erste Klangwolke im Jahr 1979. Wie schon im Gründungsjahr des Festivals wird ein Konzert des Brucknerorchesters aus dem Brucknerhaus auf die Donaulände übertragen und von Künstlern dort direkt interpretiert. Ebenso findet die Themenkonferenz „European Platform for Digital Humanism“ an diesem Tag statt.

Der letzte Festivaltag, der 9. September, steht als „Music Monday“ erneut im Zeichen der Musik. Das Abschlusskonzert „Pianographique“ in der Gleishalle der PostCity mit zwei österreichischen Uraufführungen ist gleichzeitig auch der Abschied von der PostCity, die heuer zum letzten Mal Veranstaltungsort ist. Igor Strawinskys „Feuervogel“ in Dennis Russell Davies Bearbeitung für vierhändiges Klavier sowie die „Piano Sonata“ von Philip Glass sind dort nicht nur zur hören, sondern dank Echtzeitvisualisierungen auch zu sehen.




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