Letztes Update am Mi, 28.08.2019 15:28

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erneut Luftangriffe nahe türkischem Posten in Idlib



In der umkämpften syrischen Rebellenbastion Idlib hat es erneut Luftangriffe nahe einem türkischen Beobachtungsposten gegeben. Die Kampfflugzeuge hätten das Feuer nahe einem Beobachtungsposten in der Ortschaft Sheir Maghar eröffnet, meldete die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ am Mittwoch.

Ob es russische oder syrische Flugzeuge waren, konnte die oppositionsnahe Organisation mit Sitz in Großbritannien nicht sagen. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu dementierte Berichte, wonach der Armeeposten selbst getroffen worden sei. In der vergangenen Woche hatte es bereits einen ähnlichen Angriff nahe einem türkischen Beobachtungsposten gegeben.

Die Türkei unterhält seit vergangenem Jahr zwölf Beobachtungsposten in und um Idlib, um eine Waffenruhe in der Region zu überwachen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Feuerpause im September vergangenen Jahres mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin ausgehandelt. Doch wurde die Vereinbarung nie komplett umgesetzt. Zuletzt startete die syrische Armee mit Unterstützung der russischen Luftwaffe eine neue Offensive.

Der Vorstoß in Idlib hat zu Spannungen zwischen der Türkei und Russland geführt und belastet ihre Bemühungen um eine politische Lösung des Syrien-Konflikts. Bei einem Treffen in Moskau vereinbarten Putin und Erdogan am Dienstag „zusätzliche Schritte“, um die Situation in Idlib zu „normalisieren“. Erdogan forderte ein Ende der Angriffe der syrischen Regierungstruppen und warnte, die Türkei werde alles Nötige zum Schutz ihrer Soldaten tun.




Kommentieren