Letztes Update am Do, 29.08.2019 11:14

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


ÖRV-Nachwuchs bei Mountainbike-WM mit Chancen



Die Hoffnungen auf Medaillen für Österreich bei den dieswöchigen Mountainbike-Weltmeisterschaften im kanadischen Mont Saint Anne ruhen auf den Nachwuchs-Assen um Laura Stigger und Valentina Höll. In den Eliteklassen im olympischen Cross Country ist hingegen nicht mit Spitzenplätzen von Elisabeth Osl, Gregor Raggl und Co. zu rechnen.

Stigger hat in den vergangenen beiden Jahren jeweils Junioren-WM-Gold geholt. Die 18-jährige Tirolerin zählt nach einem Sieg und drei dritten Plätzen im Weltcup aber auch bei ihren ersten Titelkämpfen in der U23 zu den Medaillenanwärterinnen. Eine mögliche Nachfolgerin von Stigger als Junioren-Medaillengewinnerin ist zudem ihre engere Landsfrau Mona Mitterwallner.

Höll ist im Juniorinnen-Downhill Titelverteidigerin und erneut Topfavoritin. Die 17-jährige Salzburgerin dominierte auch heuer den Nachwuchsweltcup und war zuletzt in Lenzerheide sogar schneller als die Elite-Siegerin. Im Bewerb der Downhill-Herren will der Steirer David Trummer nach drei Top-Ten-Ergebnissen auch erstmals bei der WM unter die besten zehn kommen.

Die Cross-Country-Rennen der Elite und U23 stehen am Samstag auf dem Programm, das Finale von Höll am Sonntag. Für die ehemalige WM-Fünfte Osl und die ÖRV-Herren geht es auch im wichtige Punkte im Olympia-Ranking. Bei den Damen ist Österreich derzeit lediglich 16., nur die ersten sieben erhalten mehr als einen Quotenplatz für Tokio 2020. Raggl, Karl Markt und Maximilian Foidl sind dagegen als derzeit Achte nur knapp von einem zweiten Olympiaticket entfernt. Die Qualifikation läuft noch bis nächsten Mai.

Eröffnet wurde die WM bereits am Mittwoch mit dem Cross-Country-Nationenbewerb, in dem Österreich beim neuerlichen Sieg der Schweiz nicht antrat. Die Eidgenossen Jolanda Neff und Nino Schurter sind auch im Einzel wieder heiße Gold-Kandidaten. Der siebenfache Weltmeister Schurter hat diesmal nichts von Multitalent Mathieu van der Poel zu befürchten. Der zuletzt tonangebende Niederländer ist als Vorbereitung auf die Straßen-WM zurück auf das Rennrad gewechselt und fehlt deshalb bei der WM.




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