Letztes Update am Do, 29.08.2019 11:53

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


NGO-Schiff „Mare Jonio“ wartet vor Lampedusa auf Hafen



Das italienische Rettungsschiff „Mare Jonio“ wartet mit circa 100 Migranten an Bord vor der Insel Lampedusa auf einen Hafen. An Bord befinden sich laut der italienischen Hilfsorganisation „Mediterranea“, Betreiberin des Schiffes, 28 Minderjährige, unter ihnen mehrere Kleinkinder und acht schwangere Frauen. Für sie erteilte Italien eine Landegenehmigung, berichtete Innenminister Matteo Salvini.

Das Schiff liege derzeit an der Grenze italienischer Hochheitsgewässer südlich von Lampedusa, schrieb die Hilfsorganisation auf Facebook. Sie plädierte für die sofortige Landung der Asylsuchenden, die am Mittwoch von einem Schlauchboot im Mittelmeer gerettet worden waren.

Italiens scheidender Innenminister Salvini hatte am Mittwoch ein Anlandeverbot für das italienische NGO-Schiff unterzeichnet. Kinder, Frauen und Kranke dürften aber landen, erklärte er am Donnerstag. Es bestehe jedoch nach wie vor ein Landeverbot für ein Schiff, „das nicht die italienische Gesetze respektiert“, so Salvini.

Weiter unklar ist, was mit den 101 Menschen an Bord des deutschen Rettungsschiffes „Eleonore“ geschehen soll, das sich in internationalen Gewässern vor Malta befindet. Salvini hatte auch diesem Schiff am Dienstag die Einfahrt in einen italienischen Hafen untersagt. Die Menschen seien am Montag gerettet worden, als ihr Boot am Sinken gewesen sei, sagte die Hilfsorganisation „Mission Lifeline“, die die „Eleonore“ unterstützt.

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