Letztes Update am Do, 29.08.2019 13:24

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


WM-Semifinale Lobnigs bisher wichtigstes Saisonrennen



14 Ruder-Medaillensätze werden in knapp einem Jahr bei Olympia in Tokio vergeben, in sechs davon treten aktuell österreichische Athleten bei den Weltmeisterschaften in Ottensheim an. Die Quotenplatz-Chance über die Heim-Titelkämpfe gibt es aber nur noch für Magdalena Lobnig. Am Freitag im Semifinale (12.35 Uhr, live ORF Sport +) startet sie ihren ersten Anlauf auf das Fixticket für die Spiele.

Nach überstandener Nebenhöhlen-Erkrankung lief es für die Kärntnerin in Vorlauf und Viertelfinale nach Plan, mit den Plätzen eins bzw. zwei gelang jeweils der sichere Aufstieg. „Im Viertelfinale ist es mir schon wesentlich besser gegangen als am Sonntag“, berichtete Lobnig der APA nach ihrem Donnerstag-Frühtraining. „Der Körper kommt wieder zurück.“

Von Schlag zu Schlag, von Rennen zu Rennen fühle sie sich besser. Von daher freue sie sich auf das Semifinale. „Das wird sehr, sehr knackig“, ist sich die 29-Jährige jedoch der schwierigen Aufgabe bewusst. „Das Wichtigste ist, ins Finale zu kommen. Vier in meinem Lauf sind gut, eine wird es erwischen.“ Die Top Drei erreichen den für Sonntag (14.27 Uhr) angesetzten Endlauf, alle Finalistinnen lösen eine Tokio-Fahrkarte.

Für die restlichen sechs Semifinalistinnen bietet sich im B-Finale (Sonntag, 12.18) eine weitere Möglichkeit auf dann noch drei zu vergebende Olympia-Fahrkarten. „Das hatte ich schon einmal, brauche ich nicht mehr“, erinnerte Lobnig an die WM 2015 in Aiguebelette/FRA, als sie ebenfalls nach einer Nebenhöhlen-Erkrankung Vierte ihres Semifinallaufes geworden war, als Dritte des B-Finales aber das letzte da vergebene Rio-Ticket holte. 2016 wurde sie dann Olympia-Sechste.

Dass diese Woche nur noch sie aus dem ÖRV-Team eine Japan-Reise buchen kann, sei für sie kein Druck. „Da ist eher der Druck, dass ich dem Heimpublikum etwas bieten möchte.“ Auch spukt nicht primär der Tokio-Quotenplatz in ihrem Kopf herum, sondern die Finalchance. „Im Semifinale geht es wirklich um die Wurst, da rudert jede ums Überleben. Ich muss mich auf mich konzentrieren und meinen Schlag durchziehen.“

Die in den vergangenen beiden Jahren jeweils WM-Dritte glaubt, sich dabei auf ihren Schlusssprint verlassen zu können. Der werde aber voraussichtlich nicht gegen Sanita Puspure gehen, die aktuelle Welt- und Europameisterin. „Die Irin befindet sich in einer außergewöhnlichen Form, sie wird bald vorneweg sein“, vermutete Lobnig. Im Viertelfinale war die Titelverteidigerin mehr als sieben Sekunden schneller als die nächstbeste Konkurrentin.

Als ihre Rivalinnen um die Plätze zwei und drei schätzt Lobnig die Neuseeländerin Emma Twigg und Carling Zeeman ein. Lobnig: „Die Kanadierin ist hintenraus gefährlich. Da muss ich auf der Hut sein, darf keine mehr vorbeilassen.“ Weniger Gefahr sieht die Europameisterin 2016 von der Ukrainerin Diana Dimtschenko und der Chinesin Yan Jiang ausgehen.




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