Letztes Update am Fr, 30.08.2019 10:49

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Pereira: „Hätte gern meine Karriere an der Scala beendet“



Scala-Intendant Alexander Pereira, der am Mittwoch seinen Wechsel zum Opernhaus in Florenz angekündigt hat, bedauert, dass er nicht in Mailand bleiben kann. „Ich hatte gehofft, meine Karriere an der Scala zu beenden“, sagte er im Interview mit der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“. Wann er nach Florenz wechseln wird, ist noch unklar.

Auf die Frage, warum man ihm an der Scala ein weiteres Mandat verweigert habe, antwortete der Österreicher: „Im Aufsichtsrat saß ein Mitglied, das mich seit dem ersten Tag meines Mandats bekämpft hat“. Mit der Scala hatte sich der Kulturmanager im Juni auf eine Vertragsverlängerung von Februar 2020 auf Juni 2021 geeinigt. „Dann habe ich drei Angebote - alle für einen Zeitraum von fünf Jahren - erhalten, auch aus dem Ausland. Das Angebot aus Florenz war für mich besonders interessant. Florenz hat ein Theater mit großer Tradition. Chor und Orchester sind 20 Jahre lang von Zubin Mehta und seinen Nachfolgern gut gepflegt worden“, sagte der 71-jährige Pereira.

Auch die Tatsache, dass seine Schwester in Florenz lebe, habe ihn bewogen, das Angebot zu akzeptieren. „In Florenz läuft die Saison das ganze Jahr. Hinzu gibt es ein Festival internationalen Ruhms“, meinte Pereira.

Der Scala-Intendant zog eine positive Bilanz seiner Zeit im Mailänder Theater. „In diesen Jahren ist die Scala ein zuverlässiges Theater geworden“, sagte Pereira. Die Zusammenarbeit mit dem Personal funktioniere bestens. Es hat sich eine schöne Gruppe neuer italienischer Talente gebildet. Wir haben auf den italienischen Aspekt gesetzt, ohne die internationale Dimension zu verlieren. Musikdirektor Riccardo Chailly ist einer der wichtigsten Dirigenten der Welt“, sagte Pereira.

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Pereira wird noch der Scala-Saisoneröffnung mit „Tosca“ und Anna Netrebko in der Hauptrolle beiwohnen. Nicht auszuschließen ist, dass er bis zum Ende seines Mandats bleibe.




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