Letztes Update am Fr, 30.08.2019 11:33

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leerer Stausee Thurnberg lockt in NÖ Besucher an



Damit Arbeiten an der Staumauer durchgeführt werden können, ist der Stausee Thurnberg im Bezirk Krems-Land entleert worden. Das fehlende Wasser sorgte bisher aber nicht für verlassenes Gelände. „Manche suchen nach verlorenen Dingen, manche nutzen die Möglichkeit, um ihre Stege zu sanieren und manche möchten einfach dieses seltene Ereignis sehen“, sagte EVN-Sprecher Stefan Zach.

Viele Besucher interessieren sich auch für die Tierwelt des Stausees. „Wir kommen täglich her und suchen nach Krebsen und Muscheln, die wir vom Matsch ins Wasser bringen“, wurde eine Frau zitiert. Auch von diversen Fundstücken - unter anderem Paddel und Spielzeuge - wurde berichtet. Unbegründet sind nach Angaben der EVN Sorgen um die normalerweise im Stausee befindlichen Fische. Diese werden durch die Österreichische Fischereigesellschaft betreut und nach Fertigstellung der Arbeiten zurückgebracht.

Der Abschluss der Tätigkeiten an der Staumauer ist für Jahresende geplant. Bis dahin stehen neben „typischen Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen“ auch „Verbesserungen im Hochwasserschutz im Mittelpunkt“, schilderte Zach. „Viele Arbeiten an unseren Wasserkraftwerken können wir im laufenden Betrieb erledigen. Für Arbeiten an der Staumauer selbst müssen wir aber den Stausee entleeren“, betonte der Sprecher. Begonnen wurde Mitte August, am „letztmöglichen Termin“ - schließlich sollte der Stausee so lange wie möglich als Freizeitstätte dienen. Die Tätigkeiten werden in enger Abstimmung mit den Behörden und unter einer ökologischen Aufsicht durchgeführt, hieß es seitens des Unternehmens.

Dass der Stausee entleert sei, bedeute jedoch nicht, dass kein kühles Nass den Kamp hinunterfließt. Weiterhin werden Wassermengen an das untere Kamptal abgegeben, sagte Zach. „Diese fließen in der Mitte des abgelassenen Stausees und sorgen dafür, dass das restliche Kamptal nicht von den Arbeiten beeinträchtigt wird.“




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