Letztes Update am Fr, 30.08.2019 13:50

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schüler und Eltern für medizinische Betreuung in Schule



Nach SPÖ, NEOS und der Ärztekammer hat sich am Freitag auch Bundesschulsprecher Timo Steyer von der ÖVP-nahen Schülerunion gegen die vom Gemeindebund geforderte Abschaffung der Schulärzte ausgesprochen. Der Dachverband der Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen will „ eine durchgehende Anwesenheit von medizinisch geschultem Personal“, so die Vorsitzende Evelyn Kometter im Ö1-Mittagsjournal.

Für Bundesschulsprecher Steyer sind Schulärzte „ein wichtiger Teil des österreichischen Schulsystems“ und eine wichtige Anlaufstelle für Schüler wie Lehrer. Statt diese abzuschaffen, sollte noch weiteres Unterstützungspersonal wie Schulpsychologen und -sozialarbeiter an die Schulen geholt werden.

Für Elternvetreterin Kometter muss es wiederum nicht unbedingt einen Schularzt an jedem Standort geben. Alternativ könne das auch medizinisches Fachpersonal sein, das die Kinder impfen oder gewisse Medikamente ausgeben dürfen soll. Den Eltern sei wichtig, dass es eine Ansprechperson gebe, wenn Kinder Kopf- oder Bauchschmerzen haben und kurzfristig Hilfe bräuchten.

Eine Ausweitung des Mutter-Kind-Passes bis zur Volljährigkeit als Ergänzung zur medizinischen Betreuung an den Schulen fänden Eltern- wie Schülervertreter durchaus sinnvoll. Finanzielle Konsequenzen für jene, die nicht zur Untersuchung kommen, lehnt Elternvertreterin Kometter allerdings ab.




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