Letztes Update am Fr, 30.08.2019 17:29

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Duell der Europa-League-Starter LASK gegen WAC



Nach dem ausgeträumten Champions-League-Traum gilt es für den LASK in der Fußball-Bundesliga auf Erfolgskurs zu bleiben. Nach vier Siegen und einem Remis haben die Linzer am Samstag (17.00 Uhr) in Pasching den WAC zu Gast. Erstmals gibt es das Duell Red Bull Salzburg mit Aufsteiger WSG Tirol. Letzter gegen Vorletzter heißt es bei Admira gegen Mattersburg.

Das Duell zweier Europa-League-Starter ist von der Tabelle her der Schlager der 6. Runde, gastiert doch der Dritte WAC beim ersten Salzburg-Verfolger LASK. Die beiden Rivalen sind durch vier Zähler voneinander getrennt, der LASK wird also unabhängig vom Ausgang des Spiels zumindest als Zweiter in die Länderspielpause gehen.

„Wir müssen nochmals alles abrufen vor der Länderspielpause, in jeder Sekunde konzentriert sein und mit vollem Elan, Esprit und Ehrgeiz auftreten“, verlautete LASK-Trainer Valerien Ismael. Sein Respekt vor dem WAC ist groß. „Der WAC ist gut in die Saison gestartet, hat noch keine englischen Wochen gehabt und ist daher topfit und ohne Vorbelastung“, meinte der Franzose. Ismael kann bis auf Christian Ramsebner aus dem Vollen schöpfen.

Der WAC hat gar keinen Ausfall zu beklagen. „Auf uns wartet eine Riesenchallenge. Wir dürfen uns mit einem Europa-League-Gegner messen, der zuletzt fulminante Leistungen vollbracht hat und gegen Brügge unglücklich ausgeschieden ist“, sagte WAC-Trainer Gerhard Struber. Die Duelle verfolgte er genau. „Sie haben einen klaren Plan, kommen mit einer Riesenwucht“, analysierte der 42-Jährige. „Wir müssen sehr mutig sein, eine Top-Energie reinbringen und den Gegner vor Probleme stellen. Wir wollen was mitnehmen und werden uns sehr, sehr teuer verkaufen“, kündigte Struber an.

Die Rollen könnten vor dem Duell des makellosen Tabellenführers Salzburg mit dem achtplatzierten Gastgeber im Innsbrucker Tivoli Stadion Tirol nicht klarer verteilt sein. „Es ist ein übermächtiger Gegner“, betonte Tirol-Trainer Thomas Silberberger. „Sie sind für uns nicht mehr nur österreichischer Serienmeister, sondern ein europäisches Topteam. Für den Zuschauer ist ihr Spiel beeindruckend, für einen gegnerischen Trainer beängstigend“, lobte er den Gegner in höchsten Tönen. „Wir sind krassester Außenseiter, haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen,“

Der zu Hause noch unbesiegte Club aus Wattens wird nicht auf die leichte Schulter genommen. „Bei unseren Videoanalysen haben wir gesehen, dass die Tiroler vor allem in den Heimspielen sehr gefährlich waren und gute Leistungen abgeliefert haben. Wir wissen auch, dass - typisch für einen Aufsteiger - ein ordentliches Maß an Euphorie herrscht. Damit müssen wir umgehen können, unser Spiel durchziehen und aggressiv dagegenhalten“, erläuterte Salzburg-Trainer Jesse Marsch. Auf der Tribüne werden auch acht Scouts, darunter welche von Manchester United, Arsenal und AC Milan, sitzen.




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