Letztes Update am Sa, 31.08.2019 11:14

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


NGO-Schiff „Mare Jonio“ fordert Zuweisung eines Hafens



Das italienische Rettungsschiff „Mare Jonio“ mit 34 Asylsuchenden an Bord wartet weiterhin vor der Insel Lampedusa auf die Zuweisung eines Hafens. Die Hilfsorganisation „Mediterranea Saving Humans“, Betreiberin des Schiffes, richtete am Samstag erneut einen neuen Appell an die Regierung, die Migranten von Bord gehen zu lassen.

„Wir sind wegen der psychischen Lage der Überlebenden - 28 Männer und sechs Frauen - an Bord immer mehr besorgt. Wie lang können sie inmitten des Meeres noch ausharren? Sie haben bereits die Hölle erlebt“, berichtete Cecilia Sarti Strada, Sprecherin der NGO. Die Migranten hätten unter anderem Narben von Folterungen in libyschen Internierungslagern.

64 Migranten der „Mare Jonio“ waren in der Nacht auf Freitag nach Lampedusa gebracht worden. Frauen, Kranke und unbegleitete Minderjährige erhielten vom italienischen Innenministerium die Genehmigung, von Bord zu gehen. Nun müssten auch die verbliebenen 34 Migranten schnellstmöglich an Land, forderte die Organisation. Die Situation an Bord sei prekär. Wegen Wasserknappheit befürchtet die Crew einen hygienischen Notstand.

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