Letztes Update am Sa, 31.08.2019 11:25

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neue Waffenruhe in syrischer Rebellenbastion Idlib in Kraft



In der umkämpfen Rebellenbastion Idlib im Nordwesten Syriens ist am Samstag eine neue Waffenruhe in Kraft getreten. „Es sind keine Kampfflugzeuge am Himmel und die Luftangriffe haben aufgehört“, so der Leiter der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Auch die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Aufständischen seien eingestellt worden.

Es gebe aber weiterhin Artillerie- und Raketenangriffe, hieß es. Die einseitige Waffenruhe der Regierungstruppen war am Freitag von Russland, dem wichtigsten Verbündeten von Machthaber Bashar al-Assad, verkündet worden. Die russische Armee forderte die Jihadisten und Rebellen in der Region auf, sich ab 06.00 Uhr Ortszeit der Feuerpause der syrischen Regierungstruppen anzuschließen.

Russland und die Türkei hatten bereits im September 2018 eine Waffenruhe für Idlib ausgehandelt. Mit dem Abkommen wurde eine drohende Offensive der Regierungstruppen abgewendet, es wurde aber nie komplett umgesetzt. Seit Ende April geht die syrische Armee mit Unterstützung der russischen Luftwaffe wieder verstärkt gegen die Jihadisten und Rebellen in Idlib vor.

Der Großteil von Idlib wird von der Rebellengruppe Hayat Tahrir al-Sham (HTS) kontrolliert, die aus dem syrischen Al-Kaida-Ableger hervorgegangen ist. Vergangene Woche eroberte die Armee die strategisch wichtige Stadt Khan Sheikhoun. Eine Anfang August ausgerufene Waffenruhe in Idlib hielt nur drei Tage lang.

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In dem seit mehr als acht Jahren andauernden syrischen Bürgerkrieg wurden immer wieder Waffenruhen vereinbart, doch wurden sie meist nicht umgesetzt oder von den Konfliktparteien rasch wieder gebrochen.




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