Letztes Update am Sa, 31.08.2019 12:26

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Demonstranten in Hongkong versuchten Parlament zu stürmen



In Hongkong haben Demonstranten versucht, das Parlament zu stürmen. Vor dem Parlamentsgebäude versuchten Demonstrationsteilnehmer am Samstag, Polizeisperren zu durchbrechen. Trotz eines Verbots waren erneut Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um mehr Demokratie zu fordern.

Die Polizei versuchte, wie auch schon in der Vergangenheit, die Demonstranten mit Wasserwerfern und Tränengas auseinanderzutreiben.

Vor genau fünf Jahren hatte die chinesische Regierung entschieden, politische Reformen in Hongkong zu verbieten. Diese Entscheidung hatte 2014 die sogenannte Regenschirm-Bewegung ausgelöst.

Unmittelbar vor geplanten neuen Protestaktionen am Samstag waren die Behörden am Freitag zudem massiv gegen Demokratieaktivisten vorgegangen: Die Polizei nahm die Protestanführer Joshua Wong und Agnes Chow sowie mindestens drei weitere bekannte Aktivisten und drei der Demokratiebewegung nahestehende Abgeordnete fest.

Peking hatte der ehemaligen britischen Kronkolonie bei der Übernahme 1997 unter dem Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ für mindestens 50 Jahre Grundrechte wie Meinungs- und Pressefreiheit zugesichert. Nach Ansicht der Demonstranten wird diese Zusicherung von Peking schrittweise ausgehöhlt, wogegen sie nun protestieren. Auslöser für die Proteste war ein Auslieferungsgesetz, das Überstellungen von Verdächtigen an Festland-China vorsah, inzwischen aber gestoppt wurde.




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