Letztes Update am Sa, 31.08.2019 12:54

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rendi-Wagner will Kinderarmut verschwinden lassen



Die Bekämpfung der Kinderarmut stellt für SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner eines der dringendsten Themen dar. Daher präsentierte sie am Samstag ein 300 Millionen Euro schweres Paket, das dafür sorgen soll, dass „Kinderarmut am Ende der kommenden Legislaturperiode kein großes Thema mehr ist“. Unterstützt wurde Rendi-Wagner von Schauspielerin Elisabeth Orth und Ex-Bundespräsident Heinz Fischer.

Mit Elisabeth Orth hat nun auch Rendi-Wagner ein Mitglied der Hörbiger-Dynastie an der Seite. Nach dem Wirbel um die Aussagen von Christiane Hörbiger in einem ÖVP-Video, wonach der Misstrauensantrag Rendi-Wagners gegen den damaligen Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) „verblödet“ gewesen sei, trat nun ihre Schwester, die langjährige Burg-Schauspielerin Elisabeth Orth, bei der Pressekonferenz mit der SPÖ-Vorsitzenden auf, um auf die Bedeutung des Themas aufmerksam zu machen.

Zu den Aussagen ihrer Schwester wollte Orth nichts sagen. Auf eine entsprechende Frage meinte sie bloß: „Sie kommen um die Frage nicht herum, ich schon.“ Vielmehr war die Schauspielerin interessiert daran, den Politikern ins Gewissen zu reden, entsprechend Geld in die Hand zu nehmen, seien doch 324.000 Kinder armutsgefährdet. „Fridays for Future“ seien zu wenig, es müsse „Everyday for Future“ heißen.

Was Orth ebenso wie der ebenfalls anwesende Alt-Bundespräsident Heinz Fischer unterstützen würde, ist eine Kindergrundsicherung. Die ist auch die „Vision“ Rendi-Wagners und soll in der kommenden Legislaturperiode erarbeitet werden. Fischer sprach davon, dass eine erfolgreiche Bekämpfung der Kinderarmut die Entwicklung der gesamten Gesellschaft auf entscheidende Weise positiv beeinflussen könne.

Der SPÖ-Chefin ist die Sache nach eigenen Angaben ein besonderes Anliegen, beginne die soziale Isolation doch schon früh, etwa wenn Kinder aus Kostengründen keine Geburtstagseinladungen aussprechen oder nicht an Schulskikursen teilnehmen könnten. Sie selbst habe solche Situationen als Kind einer alleinerziehenden Mutter erlebt.

300 Millionen Euro würden die Sozialdemokraten gerne für dieses Thema einsetzen. So würde man etwa das Schulstartgeld auf 200 Euro verdoppeln. In den Schulen soll es gesundes Gratis-Mittagessen geben, dazu im Sinne der Gesundheitsförderung eine tägliche Turnstunde kommen. Weiter auf der roten Agende bleibt der Rechtsanspruch auf einen ganztägigen Kindergarten- und Schulplatz. Ferner im SPÖ-Plan enthalten sind eine Unterhaltsgarantie für Alleinerzieherinnen und ein Ausbau des Familienbonus.




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